Goch kehrt Hochschule Rhein-Waal den Rücken

Matthias Wenten

Kleve.  Dr. Martin Goch, Vizepräsident der Hochschule Rhein-Waal (HSRW), wechselt an die Heinrich-Heine-Universität nach Düsseldorf. In der Landeshauptstadt wird Goch, der den Aufbau der HSRW seit den Anfangstagen im Jahre 2009 an verantwortlicher Position begleitete, Kanzler. Wann genau er seine neue Aufgabe antritt, steht noch nicht fest; sein Vorgänger ist noch bis Ende des Jahres im Amt.

„Wechsel sind etwas völlig Normales im Hochschulbetrieb“, sagt Goch auf NRZ-Nachfrage über die Gründe für seinen Abschied. „Ich bin für den Aufbau der Hochschule geholt worden und ich denke, dass ich meine Aufgabe hier erfüllt habe.“ Die neue Stelle in Düsseldorf sei außerdem „ein Karrieresprung“. Gerüchte, dass er Kleve den Rücken kehre, weil sein Verhältnis zur HSRW-Präsidentin Prof. Dr. Marie-Luise Klotz zerrüttet sei, weist Goch scharf zurück. „Da ist überhaupt nichts dran.“

Unter anderem, so rumort es, habe Goch Anstoß an Klotz’ Finanzgebahren genommen. In diesem Zusammenhang geht es um monatliche 6300 Euro, die die HSRW für ein Büro in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeshs, bezahlt. Goch bestätigt die Zahlungen, die „absolut gerechtfertigt“ seien und „im Zusammenhang mit der Internationalisierungsstrategie der Hochschule“ gesehen werden müssten. Das Büro, das ein Selbstständiger betreibt, der von der HSRW bezahlt wird, sei für die Anwerbung von Studierenden aus dem südostasiatischen Raum zuständig und vermittele Studierenden der HSRW Praktika in der Region. Die Kritik an dem Büro sei „in jeder Hinsicht unbegründet“.