Gespräch angeboten

Am Freitag diskutierten gut 25 Bürger am NRZ-Mobil in Hönnepel zum Thema Windkraft.
Am Freitag diskutierten gut 25 Bürger am NRZ-Mobil in Hönnepel zum Thema Windkraft.
Foto: Christoph Karl Banski
Gut 25 Kalkarer kamen zum NRZ-Mobil nach Hönnepel, um in sachlicher Atmosphäre über die geplanten Windräder im Stadtgebiet zu diskutieren

Kalkar..  Auch wenn am Freitag kaum ein Lüftchen blies: Am NRZ-Mobil, das nachmittags bei Sonnenschein für zwei Stunden vor der Gaststätte Maas in Hönnepel stand, drehte sich alles um Windkraft. Ein Thema, das seit Monaten die Gemüter in Kalkar bewegt. Die NRZ, die darüber ausführlich im Lokalteil schreibt, wollte den Bürgern eine Diskussions-Plattform bieten. Pünktlich um 16 Uhr waren die ersten Kalkarer vor Ort, um für oder gegen den Bau weiterer Anlagen zu argumentieren.

Keinen Gestaltungsspielraum

So auch Familie Mörsen aus dem Wochenendhaus-Gebiet Oybaum. Die beiden wohnen seit gut zwei Jahren dort und wehren sich gegen die vier geplanten 160 Meter hohen Anlagen im südlichen Hönnepel. „Wir befürchten in erster Linie Lärmbelästigung durch die Anlagen. Die erste würde nur 750 Meter von uns entfernt gebaut“, sagte Dr. Ewald Mörsen. Er hofft, dass die Stadt „ihren Gestaltungsspielraum nutzt und auf die Anlagen dort verzichtet“.

Kalkar habe überhaupt keinen Gestaltungsspielraum, weil dort – was die Entfernung der Anlagen von Wohnbebauungen betrifft – Landesgesetz greife, stellte Dr. Günther Bergmann (CDU) klar. Die Rot-Grüne Regierung habe den Abstand nach Fukushima auf 450 Meter reduziert, „und da kommt in Sachen regenerativer Energien unter Minister Remmel noch viel mehr“, betonte der CDU-Politiker.

Die CDU habe den Standort zunächst selbst nicht gewollt, in erster Linie wegen der Diskussion um die Sichtachsen. Und hätte für die zunächst von ihm initiierte „Innovations-Reserve von allen Parteien Prügel bekommen“, sagte Bergmann. Fakt sei aber, dass „bis aufs Forum alle Parteien für diesen Standort sind, nicht zuletzt wegen der geplanten Bürgerwindräder.“

Einig waren sich die gut 25 Diskussionsteilnehmer, dass man zunächst u.a. die Emmissionsgutachten abwarten müsse, die Mitte des Jahres vorliegen dürften. Dann wisse man, wie und ob es überhaupt an diesem Standort weiter gehe. Wie berichtet, wollen Andrea und Ewald Mörsen klagen, sollten die Anlagen aufgestellt werden.

Gespräche machen es möglich: Ewald te Boekhorst, an sechs Windanlagen als Investor beteiligt, bot Familie Mörsen an, „mit ihnen über die Gutachten zu sprechen, sobald sie vorliegen“. Vielleicht gebe es wegen des zu erwartenden Lärms mehr Klarheit. Wobei Einigkeit darüber herrschte, das gerade die neuen, viel höheren Anlagen, sich deutlich leiser drehen würden als die älteren Modelle.

Darauf angesprochen sagte te Boekorst, dass es nicht stimme, dass Nachbarn seiner neuen Anlage in Appeldorn gegen ihn als Betreiber vorgegangen seien und das Windrad deshalb nachts still stehe. „Nachts drehen sich die Windräder nicht, weil der Kreis Kleve noch einige technische Kriterien prüft“, so te Boekhorst. „Die neuen Anlagen in Appeldorn sind ja auch alle leise. Da hört man fast nichts“, meinte Paul Bienemann.

 
 

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