Gedenken an Priesterweihe von Karl Leisner

Kleve.  Seine Priesterweihe fand heimlich während seiner Haft in einem Konzentrationslager (KZ) statt. So bezeugte der kurz nach Kriegsende verstorbene selige Karl Leisner auch unter unmenschlichsten Bedingungen seinen Glauben. Daran erinnert das Gedenken zum 70. Jahrestag seiner Priesterweihe, das im Dezember u.a. in Kleve, Xanten und Dachau begangen werden wird. Karl Leisner und mit ihm im KZ Dachau inhaftierte Priester und Bischöfe widerstanden dem Druck der Nationalsozialisten. Um an dieses mutige Bekenntnis zu erinnern, findet zunächst am Samstag, 13. Dezember, eine Festveranstaltung in Kleve statt. Sie beginnt um 15 Uhr im Kolpinghaus, Kolpingstraße 11. Es folgen die Einweihung des Karl-Leisner-Erinnerungsmales vor der Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt und die Ausstellungseröffnung in der Stiftskirche. Um 18 Uhr zelebriert der emeritierte Hamburger Erzbischof Dr. Werner Thissen ebenfalls in St. Mariä Himmelfahrt ein Pontifikalamt. Der Sender Radio Horeb überträgt den Gottesdienst. Am Sonntag, 14. Dezember, beginnt der Gedenktag in Xanten um 10.30 Uhr mit der Weihe von drei neuen Glocken für den St.-Viktor-Dom durch Weihbischof Wilfried Theising. Eine der neuen Glocken trägt den Namen „Karl Leisner“. Um 11.30 Uhr findet ein Festgottesdienst im Dom statt. In Dachau ist am Mittwoch, 17. Dezember, eine Gedenkfeier.