Fuji steigert Marktanteile

Christopher Brawley. Foto: Johannes Kruck
Christopher Brawley. Foto: Johannes Kruck
Foto: WAZ FotoPool

Kleve.. „Die mittelfristige Perspektive für den Standort Kleve ist gut“. Das sagt Christopher Brawley. Der Mann ist Geschäftsführer von „Fujifilm Electronic Imaging Europe“. Und Chef über gut 60 Mitarbeiter. Die kümmern sich europaweit um den Vertrieb von Digitalkameras, sind aber auch über „ein kleines, aber feines Callcenter“ für Service und Reparatur zuständig. „Seit drei Jahren geht’s kräftig bergauf“, freut sich der Manager über steigende Marktanteile.

Klare Vorgabe
aus Tokio

So mancher dürfte sich über die positiven Nachrichten wundern. Denn seit Jahren war es ruhig geworden um das japanische Unternehmen, das Mitte der 80er Jahre in die Schwanenstadt kam und in den besten Zeiten über 500 Mitarbeiter beschäftigte. 2009 wurde die Produktion eingestellt, die Zahl der Arbeitsplätze sank rapide. Gemeinsam mit der zweiten, noch verbliebenen Fuji-Gesellschaft, der „Fujifilm Recording Media GmbH“, die sich aufs professionelle Speichern auf Bändern konzentriert hat, kommen die Japaner auf ungefähr 100 Mitarbeiter.

Am Ende, wie vor Jahren noch von vielen befürchtet, ist das einstige Klever Vorzeige-Unternehmen, das für viel Geld angesiedelt wurde, offenbar nicht. „Wir haben unseren Marktanteil in Deutschland von 3,5 Prozent auf zurzeit 8,5 Prozent erhöht, und das in nur drei Jahren“, sagt Brawley. Tokios Vorgabe ist klar: 2012 soll Fujis Marktanteil bei Digitalkameras dank des Klever Vertriebes 10 Prozent betragen. Der Umsatz kann sich derweil auch sehen lassen. Zusammen machen beide Fuji-Unternehmen fast 160 Millionen Euro.

Wobei die Japaner weiter bemüht sind, ihr knapp 15 Hektar großes Firmengelände zu veräußern, und zwar an einen Investor. „Unter Zeitdruck stehen wir aber nicht“, hieß es gestern im NRZ-Gespräch. Auch, dass man am liebsten am Standort Kleve festhalten wolle. „Wir haben hier ein richtiges gutes Team“, unterstreicht Christopher Brawley. Wie es weitergeht. sollte das Fuji-Gelände verkauft sein, müsse man dann sehen, hieß es weiter.

Das Unternehmen befinde sich jedenfalls auf einem guten Weg. Brawley: „Wir bieten jetzt ein breites Spektrum an Digitalkameras, für Einsteiger wie für Profis.“

 
 

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