Flughafen in Weeze erwartet Gewinneinbruch

Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber.
Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber.
Der Flughafen Niederrhein in Weeze gerät wegen der Flugsteuer in finanzielle Turbulenzen. Geschäftsführer Ludger van Bebber rechnet für das laufende Jahr mit einem Einbruch des Betriebsergebnisses um 50 Prozent.

Kreis Kleve. Wegen der Flugsteuer rechnet Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber für das laufende Jahr mit einem Einbruch des Betriebsergebnisses um 50 Prozent. Im vergangenen Jahr habe der Flughafen Niederrhein ein Ergebnis von gut 4,75 Millionen Euro erzielt, so van Bebber gegenüber der NRZ. Welche Konsequenzen sich aus dieser Situation ergeben, soll noch in diesem Monat geklärt werden.

„Wir stecken mitten in den Büchern und den großen Excel-Tabellen“, berichtet Ludger van Bebber. Er betont, immer auf die gravierenden Folgen der Flugsteuereinführung hingewiesen zu haben. Im Moment könne er noch keine detaillierten Informationen mitteilen: „Wir müssen jetzt erst die Zahlen auf den Tisch haben. Das kann noch eine Weile dauern.“ Man sei aber in Gesprächen mit den Banken.

700 000 Passagiere weniger

Notwendige Investitionen werde es noch geben, größere Vorhaben müssen aufgeschoben werden. Vor allem die Wachstumsinvestitionen werden entfallen, so van Bebber.

Die Folgen der Flugsteuer tun weh. Wie berichtet hatte die Fluggesellschaft Ryanair als Konsequenz zwei Flugzeuge aus Weeze abgezogen und mehrere Flugziele gestrichen. Der Airport geht davon aus, dass dadurch 700.000 Passagiere weniger ab Weeze reisen. Die Konsequenz wird sich in diesem Jahr deutlich in den Rechnungsbüchern niederschlagen.

Folgen noch nicht direkt spürbar

Geschäftsführer Ludger van Bebber rechnet damit, dass die Auswirkungen sich erst bei den Sommerflügen zeigen werden. Da im Moment keine Reisezeit sei, seien die Folgen noch nicht direkt spürbar. Führende Gesellschaften sehen aber eine Zurückhaltung bei den Buchungen.

 
 

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