Erneuerbare Energie kann was

Die Teilnehmer des Schülerlabors haben Bötchen mit Solarmotor gebaut.
Die Teilnehmer des Schülerlabors haben Bötchen mit Solarmotor gebaut.
Foto: privat
Im Schülerlabor des zdi-Zentrums tüffteln Schüler auch in den Sommerferien. So sollen die MINT-Fächer für Jugendliche interessant werden.

Kleve.  Im ersten Ferienworkshop der Hochschule Rhein-Waal begaben interessierte Jugendliche sich ins Schülerlabor „Energie“ am zdi-Zentrum(zdi – Zukunft durch Innovation). In dem viertägigen, praxisbezogenen Workshop erhielten die 13- bis15-jährigen Schüler Einblicke in die spannende Welt der Technik. Da wurde ausprobiert: Solarboote aus Styropor zeigten am Ende des Workshops, wie viel Power ein kleines Solarmodul geben kann.

Nachwuchs für die MINT-Fächer

Das spaßige Projekt hatte eine Grund: Die MINT-Fächer brauchen Nachwuchs. Das heißt: Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sind nicht die beliebtesten Fächer der Schüler. Um diese Wissensgebiete schmackhaft und interessant zu machen, bietet das zdi-Zentrum Kreis Kleve außerhalb des schulischen Bereich Workshops im Schülerlabor. Insbesondere solle den jungen MenschenWissen dazu vermittelt werden, welche Alternativen zu fossilen und atomaren Energieträgern bestehen und wie die zur Verfügung stehende Energie effizienter als bisher genutzt werden kann.

Das Wissen über erneuerbare Energien drang ganz spielerisch zu den Teilnehmern. Die bauten die Boote nämlich eigenhändig, vorwiegend aus Styropor. Angetrieben wurden die kleinen Flitzer durch ein Solarmodul mit Motor. Grenzenlos durfte dabei die Fantasie der Schüler auch bei der Gestaltung der Boote sein.

Mit Schnelligkeit gepunktet

Am letzten Tag des Workshops präsentierten die Jugendlichen dann ihre Ergebnisse. Eine Gruppe von drei Jugendlichen zeigte ihr extravagantes Modell mit sechs Solarmodulen. Die Einstaztauglichkeit der Boote wurde bei strahlendem Sonnenschein natürlich direkt überprüft. Im Planschbecken drehten die Solarflitzer ihre Runden. Die Präsentation war mit einem kleinen Wettbewerb verbunden. In den Kategorien Präsentation, Schnelligkeit, Design und Fahreigenschaften konnten die Schüler punkten. Urkunden wurden durch die zdi-Projektkoordinatorin Martina Bracht-Nienaber und der Schülerlaborverantwortlichen Karen Herold an die Teilnehmer vergeben.

Mit technischem und praxisbezogenem Know-how wurde dieser Workshop vom Unternehmen KHS GmbH unterstützt. Die Klever Firma kooperierte für den Workshop mit dem zdi-Zentrum. Auszubildende aus dem MINT-Bereich standen den Schülern vor Ort mit Rat und Tat zur Seite. Diese gaben Einblicke in ihren Arbeitsalltag und berichteten von ihrem eigenen Lebenslauf.