Ein neuer Publikumsmagnet

Goch..  Die flache Landschaft bietet das ideale Profil, wo zahlreiche landschaftlich reizvolle Wege sowie auch Deichkronen und stillgelegte Bahnstrecken zum genussvollen Dahingleiten einladen. Optimal für eine Familientour mit Fahrrad oder Inline Skates bietet sich der Alleenradweg zwischen Xanten und Marienbaum an, eine erst kürzlich entstandene Radroute (ca.18 km als Hin- und Rückweg). Spannend zu wissen, dass 1904 hier ein Teil der Bahnstrecke von Rheinhausen nach Kleve verlief, der letztendlich 1989 stillgelegt und im Jahre 2003 zurückgebaut wurde. Optimal genutzt und landschaftlich sehr ansprechend ausstaffiert, ist diese Bahntrasse nun als Radweg konzipiert.

Mit Start am Bahnhof Xanten geht es über gut asphaltierten Wegbelag in einer absolut ebenen Landschaft in Richtung Wallfahrtsort Marienbaum; abseits vom Straßenlärm - ein neuer Publikumsmagnet für Genussradler sowie für Skater. Unterwegs erinnern restaurierte Bahnhofsgebäude und originale Eisenbahnsignale sowie Stellvorrichtungen daran, dass man sich auf einer historischen Strecke bewegt.

Der Reiz des Alleenradwegs liegt sicherlich besonders darin, dass er nur für Radler, Skater und Fußgänger zugelassen ist, so dass besonders für Familien mit Kindern ein entspanntes Freizeitvergnügen geboten wird. Auch ist die Wegführung wunderbar selbsterklärend, da es auf der alten Bahntrasse immer nur geradeaus geht.

Man passiert manche Brücke mit idyllischen Blicken auf dahin fließende Bäche (Ley), nimmt im Vorbeifahren den ehemaligen Bahnhof Xanten-Wardt wahr und kommt alsbald schon zum Marienbaumer Bahnhof, der durch den Aufbau von originalen Signalen wieder an Lebendigkeit gewonnen hat. Noch gut zwei Kilometer weiter führt der Alleenradweg in Richtung Gewerbegebiet Kalkar, bis er dann leider jäh endet in Höhe des Wülderswegs. Doch auch dieses kleine Teilstück entlang einer Waldpassage hat durchaus noch seinen landschaftlichen Reiz. Nun ist Kehrtwende angesagt, und ich garantiere Ihnen, die Strecke von der anderen Seite wirkt wie Neuland. Besonders beeindruckend ist auf dem Rückweg die weithin sichtbare Silhouette des imposanten Archäologischen Parks mit der Kriemhildmühle und dem Dom im Hintergrund.

Die ursprüngliche Konzeption von 2009 für den Alleenradweg sah die Streckenumnutzung von der Bahntrasse zum Radweg für den gesamten Abschnitt von Xanten nach Kleve vor, doch spielte die Finanzierung und /oder der Goodwill nicht bei allen sich auf der Strecke befindenden Gemeinden mit, so dass man unterwegs nach Kleve nur einzelne Teilabschnitte vorfindet. In Kombination mit den ausgeschilderten Themenradwegen „Via Romana” und „NiederrheinRoute” lässt sich die Route aber wunderbar in Richtung Kleve fortsetzen.

Das Bahntrasssenradeln ist im Zuge der zunehmenden Motorisierung seitens der Pkw und damit gleichzeitiger Stilllegung von Bahnstrecken ein Trend, der sich deutschlandweit durchgesetzt hat. Auch nahe Xanten findet man auf der stillgelegten Trasse der Boxteler Bahn einen interessanten und gut ausgebauten Rad-/Skaterweg zwischen Uedem (Einstieg bei „Gästehaus im Grünen”) und Uedemerbruch. Eine kurze, doch sehr idyllische Passage durch den Hochwald mit herrlichem Blick auf die tiefer liegende dörfliche Umgebung.

 
 

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