Ein Meisterwerk kommt nach Hause

„Souvenir de Clèves“ malte Barend C. Koekkoek die Stadt Kleve im Jahr 1847.
„Souvenir de Clèves“ malte Barend C. Koekkoek die Stadt Kleve im Jahr 1847.
Foto: Museum Kurhaus
Der Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus erwarb mithilfe von Spenden ein Gemälde von Barend C. Koekkoek, das die Stadt Kleve zeigt

Kleve..  „Eine absolute Liebeserklärung an seine Stadt Kleve“, so beschreibt Valentina Vlasic vom Museum Kurhaus das Gemälde „Souvenir de Clèves“ des niederländischen Malers Barend Cornelis Koekkoek, der Kleve einst zu seiner Wahlheimat machte. Das Bild aus dem Jahre 1847 konnte mithilfe des Museums-Freundeskreises und der NRW-Stiftung ersteigert werden und kehrt bald – als Ausstellungsstück im Koekkoek-Haus – zurück an seinen Entstehungsort. Für den Erwerb des 2012 im Fundus des Auktionshauses Christie’s in London aufgetauchten Gemäldes, auf dem die Stadt Kleve abgebildet ist, stellte die NRW-Stiftung jetzt dem Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus einen Zuschuss in der Höhe von 20 000 Euro zur Verfügung. Der Gesamtpreis lag bei 121 250 britischen Pfund, das entspricht rund 150 000 Euro.

Das Bild zeigt eine Stadtansicht Kleves mit der Schwanenburg und vermittelt einen stimmungsvollen Eindruck von der ehemaligen Herzog- und Kurstadt. Neben der Schwanenburg ist auch der Belvedereturm zu sehen, in dem sich das Atelier des Künstlers befand. „Das ist ein Zeichen für den Besitzerstolz Koekkoeks“, erklärt Vlasic.

So habe der niederländische Künstler das Haus samt Atelierturm Anfang der 1840er Jahre erworben, stellte den Turm etwa 1845/46 fertig – wenig später entstand das Bild. „Es ist spektakulär, da Koekkoek nur anhand von Skizzen arbeitete“, so Vlasic weiter. Große Teile des 30 mal 40 Zentimeter kleinen Objekts habe der Künstler aus dem Gedächtnis heraus auf die Leinwand gebracht.

Ein besonderer Platz

Für die Stadt Kleve und das Museum B. C. Koekkoek-Haus ist es als historische Dokumentation des Ortes von immenser Bedeutung. Barend C. Koekkoek gelte als der berühmteste Landschaftsmaler der Niederlande des 19. Jahrhunderts, verdeutlicht Valentina Vlasic den Stellenwert des Malers und erklärt: „Das Gemälde wird sicherlich einen besonderen Platz in der Beletage des Koekkoek-Hauses erhalten“. Schon bald soll „Souvenir de Clèves“ von London aus nach Kleve überführt werden.

 
 

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