Ein Lichter- und Feuer-Fest

Das bodennahe Barockfeuerwerk tauchte den Ceres-Tempel und den Balkenhol-Ritter in Licht-Fontänen.
Das bodennahe Barockfeuerwerk tauchte den Ceres-Tempel und den Balkenhol-Ritter in Licht-Fontänen.
Foto: Astrid Hoyer-Holderberg
Die Mitarbeiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve verwandelten den Forstgarten wieder in einen Park voll roter Lampions und stimmungsvoller Kerzen-Bäume

Kleve.  Es trauten viele dem Wetter nicht. Regen war angesagt, also blieben Tausende lieber zu Hause. Schade. Es blieb nämlich fast trocken und so verpassten sie ein herrliches Lichterfest in Kleves Forstgarten, das 63. So kurz vor knapp vor dem Feuerwerk um 21.30 Uhr, da strömten dann doch die Massen. Ob das Zögern nun an der Wasserscheu oder dem Programm lag (siehe Kommentar), sei dahin gestellt.

Viele Mitarbeiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) um Gartenmeister Hans-Heinz Hübers und Elektromeister Johannes Tißen hatten wieder mit Liebe zum Detail den Park geschmückt. Am Samstagabend ruderten Jörg Duif, Steffen Roters und Fabian Baré sowie ihre Kollegen in Booten durch den Kanal, hängten einen Teil der 900 Lampions an die Haken, die aus dem Kanal-Bett und vom Ufer übers Wasser ragten und sich zur doppelten Anzahl spiegelten. In Anglerhosen stiefelten andere USK-Mitarbeiter durch die Teiche im Park, baumelten auch dort die Papierkugeln mit echten Kerzen – zweieinhalb Stunden Brenndauer – an die Drahtstiele. Eine Woche Vorarbeit hatten die Männer geleistet, um jene Gestelle zu errichten, auch auf den Wiesen Lichterbäume für 800 weitere Kerzen und 240 Wachsschalen. Lichterschmuck romantisch traditionell. Nur auf den Inseln gegenüber dem Amphitheater – man ahnt es nicht – brennen keine Teelichter mehr, sondern flackern täuschend echt LED-Lämpchen. Wetterfest.

Wieder waren vier Bühnen errichtet, auf denen je zwei der vier Gruppen auftraten: Urndorfer Musikanten aus Wijchen / NL, der Musikverein Kranenburg, die Big Band des Konrad-Adenauer-Gymnasiums und die lose Formation „Tae-Sung Chung & Freunde“ mit ihren Jazz-Standards.

So kurz nach neun Uhr kamen dann zum Feuerwerk doch immerhin noch einige Tausend Besucher von nah und fern – wie man an den Autokennzeichen ablas. Diesmal begann das Profi-Feuerwerk erst am Himmel, funkelte dann zeitgleich und abwechselnd barock bodennah und am Firmament, sprühte Funken in Spiralen und Kronen, schoss knallend nach oben und tauchte sich leise in die Musik. Man dankte mit Applaus für die schöne Atmosphäre.

 
 

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