Ein Hobby voll Energie

Team Dynamite aus Geldern konnen den vierten Platz in ihrer Altersgruppe belegen.
Team Dynamite aus Geldern konnen den vierten Platz in ihrer Altersgruppe belegen.
Foto: eve
Seit elf Jahren lockt „Streetbeat“ nach Kleve. Nur wenige lokale Gruppen dabei. Publikum für „Funky Beatzz“. Beim Courage-Festival treten „Streetblooms“ auf

Kreis Kleve..  Es startete lokal und bekam riesige Dimensionen: Den Tänzern mit coolen Moves ein Podium zu bieten, macht Kleve zum gefragten Veranstaltungsort für Streedancer. „Streebeat“ holte zum elften Mal Fans der flotten Sohle in die Stadthalle.

Der Puls wummert, der Adrenalinspiegel ist hoch. „Alphabeatz“ aus Bonn kommt gerade von der Bühne, hat sich erst den Applaus des Publikums und dann die Meinung der Jury abgeholt. Ihr eigenes Urteil: „War ganz gut. Wir haben aber schon mal besser getanzt.“ Insgesamt 23 Tanzgruppen, sogenannte Crews, traten am Samstag in der Klever Stadthalle auf, um in vier Altersklassen den Sieg auszutanzen.

Die weiteste Anreise hatte „Alphabeatz“ aus Bonn, aber auch aus Essen, Wuppertal oder Dortmund kamen die Gruppen in die Schwanenstadt. „Wir hatten deutlich mehr Bewerbungen als Teilnehmer, aber wir müssen einen Schnitt machen, damit die Veranstaltung nicht zu lange dauert“, sagt Claudia Küppers vom Jugendamt, die mit ihrem Kollegen Frank Rensing (Jugendzentrum Kalle) seit elf Jahren „Streetbeat“ in Kleve auf die Beine stellt. „Damals waren wir noch eine rein lokale Veranstaltung. Wir wollten den Tanzgruppen, von denen wir wussten, dass es sie zum Beispiel in Jugendheimen gibt, eine Bühne bieten“, sagt Küppers. „Dann wurden wir praktisch überrollt.“

In diesem Jahr ist noch eine Gruppe aus dem Kreis Kleve beteiligt: „Team Dynamite“ aus Geldern belegte in der Altersklasse „Juniors“ unter 18 Jahren den vierten Platz. Jedes Mal glauben die Organisatoren, dass sie nicht noch einmal so viele Crews an den Niederrhein locken. Und jedes Mal werden sie eines Besseren belehrt. „Es gibt nichts Besseres. Die Tänzer stecken von sich aus so viel Energie in ihr Hobby“, sagt Küppers. „Der Trend lebt immer weiter. Das ist unglaublich“. Die jüngsten Teilnehmer sind elf Jahre alt, die ältesten 18.

Die ältesten Mitglieder von „Alphabeatz“ sind 14 Jahre alt, Altersklasse „Teens“. Sie waren zum ersten Mal in Kleve dabei, vor 300 Leuten im Publikum. „Die Aufregung ist immer riesengroß, egal vor wie viel Zuschauern wir auftreten“, sagt Tänzerin Zarina. Dabei machten sie sich oft unnötig Stress. „Wir ändern unsere Choreographie ständig. Dann fragt der Tanzlehrer immer entsetzt: Was macht ihr da?“, lacht Crew-Mitglied Diana. Am Ende belegen die Jugendlichen den dritten Platz. Sie hätten bei ihrer Performance zu viel nachgedacht, urteilt die Jury.

Für alle 23 Gruppen ging es dieses Jahr nicht nur um den Sieg in ihrer Altersklasse. Sie kämpften auch um den begehrten Auftritt beim Jugendfestival Courage am 6. Juni in Bedburg-Hau. Vor bis zu 8000 Zuschauern am Schloss Moyland würde die Gruppe ihr Können auf der Bühne zeigen.

Die Wahl fiel auf die Gruppe „Streetblooms“ aus Dortmund, die in der Gruppe der Tänzer ab 18 Jahren antraten. Die Herzen des Klever aber konnte eine Crew aus Nettetal erobern. „Funky Beatzz“ heimste den Publikumspreis ein.

Wenn die Begeisterung sowohl bei Publikum als auch bei den Teilnehmern anhält, soll im kommenden Jahr das erste Dutzend von „Streetbeat“ rund gemacht werden. Vielleicht schafft es dann ja auch wieder eine Gruppe aus Kleve ins Rennen.

EURE FAVORITEN