Ein gutes Jahr fürs Wunderland

Han Groot-Obbink möchte einen eigenen Fähranleger.
Han Groot-Obbink möchte einen eigenen Fähranleger.
Foto: Kleve
Der Umsatz wurde um eine Million gesteigert und auch das Messe-Geschäft läuft sehr gut. Ein neuer Fähranleger soll zusätzliche Touristen nach Kalkar locken

Kalkar/Emmerich.  Das Wunderland in Kalkar hat ein wirtschaftlich sehr gutes Jahr hinter sich. In diesem Jahr hat das Wunderland insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert. Der Umsatz, so Geschäftsführer Han Groot-Obbink betrug etzwa 14 Millionen Euro. Wobei der Familienpark vier Millionen Euro Umsatz gemacht hat. „Immerhin eine Million Eutro mehr als 2013“, freut sich der Manager. Richtig gut lief auch das Messe-Geschäft. Für 2015 sind sogar rund 20 Messe-Veranstaltungen geplant. „Darauf sind wir unglaublich stolz“, so Groot Obbink. Künftig soll das Unternehmen eben auf drei Beinen stehen: auf dem Messe-Geschäft, dem Familienpark sowie dem Hotel- und Veranstaltungsbereich.

Anleger für Schiffstouristen

Groot-Obbink hat auch im Bereich Tourismus einiges vor. Das Wunderland bekommt spätestens 2016 einen eigenen Steiger, „für bis zu 110 Meter lange Passagierschiffe“, sagt Groot-Obbink. Und vom niederrheinischen Freizeit-Eldorado aus sollen dann auf dem Rhein Wunderland-Gäste direkt zum Shoppen und Speisen nach Emmerich schippern können.

Han Groot Obbink und seine Marketingfrau Carolin Semelka sind voller Tatendrang. „Eigentlich sollte der Steiger schon 2015 fertig sein. Aber wir müssen das Geld erst noch verdienen“, räumt Groot Obbink ein. Rund 400 000 Euro wird die Anlege-Stelle auf Höhe der Cartbahn samt entsprechender Infrastruktur kosten.

Der Termin, zu dem der Anleger fertig sein soll, steht jedenfalls. „Spätestens im September 2016 zur Eröffnung der dann dritten Schifffahrtsmesse hier bei uns“, ist sich Groot Obbink sicher. Dann könnten Wunderland-Besucher aus Rotterdam und Amsterdam vor dem Ex-„Brüter“ an Land gehen und zwei Tage, so das Konzept, in einem der Hotels nächtigen. „Da bleibt Zeit für einen Ausflug nach Emmerich“, sagt der Manager.

Was übrigens auch für die „Weiße Flotte“ in Düsseldorf und Köln gilt. Auch mit dem dortigen Management sei man im Gespräch. Ideal für entsprechende Kontakte war da natürlich die erfolgreiche Schifffahrtsmesse auf dem Wunderland-Gelände. „Die erste in Deutschland seit über zehn Jahren“, betont PR-Frau Carolin Semelka.

In den Startlöchern steht indes auch ein Modernisierungs-Programm: Für viel Geld, das aber eben noch verdient sein will, soll die Wunderland-Ausstattung exklusiver werden. „Das erwarten die Gäste heute einfach“, weiß der Niederländer, und meint damit unter anderem hochwertigere und größere Hotel-Zimmer, „nach denen besonders Tagungs-Teilnehmer fragen“. Auch die Restaurants sollen ansprechender gestaltet werden.

Ansprechend ist übrigens schon der erst im Juli eingeweihte neue Eingangsbereich des Freizeitparks, im unteren Bereich des ehemaligen „Brüter“-Infocenters. „Das hat sich top bewährt. Die Besucher sind jetzt einfach viel schneller auf dem Gelände“, zieht der langjährige Manager eine durchweg positive Bilanz.

 
 

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