Edgar baggert einen Kindergarten in Bedburg-Hau

Zur Grundsteinlegung für das zweite Gebäude des Kindergartens St. Pius in Bedburg-Hau sangen die Kinder ein Lied über den Baggerführer – und Dechant Jürgen Lürwer freute sich über den Baubeginn. Nächstes Jahr wird es an diesem Ort mehr Kindergartenplätze, inklusive dann 18 U3-Plätzen geben.
Zur Grundsteinlegung für das zweite Gebäude des Kindergartens St. Pius in Bedburg-Hau sangen die Kinder ein Lied über den Baggerführer – und Dechant Jürgen Lürwer freute sich über den Baubeginn. Nächstes Jahr wird es an diesem Ort mehr Kindergartenplätze, inklusive dann 18 U3-Plätzen geben.
Foto: Kleve
Zur Grundsteinlegung für den Anbau am St. Pius Kindergarten wuselten kleine Bedburg-Hauer über die Baustelle. In 2014 gibt’s Platz für 18 U-3-Kinder

Bedburg-Hau..  „Denn wer baggert da so spät noch am Baggerloch ? Das ist Edgar mit dem Bagger und der baggert noch...“ posaunen die kleinen Bedburg-Hauer in die Herbstluft. Nicht jedes der Kindergartenkinder ist richtig textfest, aber dabei sein, auf der Baustelle stehen und eine Spielschippe in Händen halten, das ist doch auch etwas. Jedenfalls besangen die Kinder „ihren“ Baggerführer, den Edgar wirklich gerne – er ist seit vier Wochen mit von der Partie, weil neben dem bisherigen St. Pius Kindergartengebäude an der Lindenstraße 8 ein Anbau entsteht.

Bau für 360 000 Euro

Auch wenn ein Betonboden die Umrisse des Anbaus, der auch Raum für bis zu 18 U3-Plätze bieten soll, schon offensichtlich macht, ging es gestern ums Offizielle: Ordnungsgemäß versenken die Kinder, gemeinsam mit dem Kirchenvorstand der St. Antonius-Gemeinde, Jürgen Lürwer, die Dokumentenrolle. In der Zeitkapsel-Kupferrolle steckt ein Brief der Kinder und klimperndes Kleingeld das „für ein großen Eis“ gereicht hätte, von Lürwer.

„Mit dem Bau wird der Kindergarten doppelt so groß sein“, freut sich der Dechant und erklärt den Kindern, „wenn ihr längst in die Schule geht, dann können hier andere, auch ganz kleine Kinder spielen.“

Bisher hat der Kindergarten Platz für 75 Kinder. Allerdings war eine der drei Kindergartengruppen im Dachgeschoss des bestehenden Gebäudes untergebracht – diese zieht dort mit Fertigstellung des Neubaus aus und hat ab dann einen ebenerdigen Gruppenraum. Wie viele Kinder zusätzlich in den vergrößerten Kindergarten passen, steht noch nicht endgültig fest. Aber aufgrund der bestehenden drei Gruppen sei dann alles für 18 U3-Kinder bereit (pro Gruppe sechs Stück), erklärt die stellvertretende Kindergartenleiterin Nicole Beikirch. Zum Glück, denn im Grunde sei der Erweiterungsbau vor allem wegen der bereits jetzt bestehenden großen Nachfrage entstanden. Angenommen werden allerdings erst Kinder, die bereits zwei Jahre alt sind.

Dem Neubau weichen musste ein kleiner Teil der Außenspielfläche. Ein Spiel-Hügel verschwand, die Rutsche musste woanders hin. Viel Spielplatz sei aber weiterhin vorhanden.

Die Zusage für den Bau kam im Frühjahr. Aufgrund der Auflagen, die Architekt Rainer Willemsen, einhalten muss, sollen die Arbeiten im Frühjahr 2014 fertig sein. En Gruppenraum, Ruheräume, Sanitäranlagen, eine Küche/Cafeteria und ein Wickelraum entstehen für 360 000 Euro. Der Großteil der Summe wird über die Landesförderung zum U3-Ausbau gestemmt, doch zehn Prozent (36 000 Euro) muss die Gemeinde zuschießen.

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