Durch Berg und Tal

Marcel Hoogenboom
Marcel Hoogenboom
Foto: NRZ
Die kleine Gemeinde an der deutsch-niederländischen Grenze bietet eine reizvolle Wanderlandschaft mit atemberaubenden Ausblicken über den Niederrhein

Berg en Dal..  Den Römern hat es hier auch schon gut gefallen. Bereits vor 2000 Jahren haben die Soldaten der 10. Legion mit Sack und Pack ihr Lager an der Endmoräne zwischen Ubbergen und Nimwegen aufgeschlagen. Denn hier genießt man einen wunderbaren Blick über die Landschaft, die letzte größere Erhebung an der linken Rheinseite. Ein monumentales Heerlager errichteten die Römer auf dem Hunerberg und schafften damit die Grundlage für die spätere Stadt Nimwegen. Bis heute lassen sich zahlreiche Funde und Überreste des römischen Lebens finden.

Das Örtchen „Berg en Dal“ macht seinem Namen alle Ehre. Wer zwischen Ubbergen und Nimwegen die Wanderstiefel anzieht, der sollte sich auf eine anstrengende Route gefasst machen, die den Sportsfreund mit einer der schönsten Naturlandschaften verwöhnt, die der untere Niederrhein zu bieten an. Es gibt hier steile Wege und tiefe Schluchten, die man eigentlich in den Niederlanden gar nicht erwarten würde: „Deshalb kommen wahrscheinlich auch so viele Niederländer zu uns, um hier Urlaub zu machen“, erzählt Marcel Hoogenboom.

Marcel Hoogenboom kennt die Umgebung wie seine Westentasche. Er führt das „Hotel Erica“ am Molenbosweg und bietet deutschen Gästen regelmäßig Führungen in dem Gelände an. Die so genannte „Erica-Route“ ist 6,4 Kilometer lang und dauert in der hügeligen Landschaft gut anderthalb Stunden. Der Weg führt zum Teil über schmale Pfade in den Wald und ist nicht geeignet für Menschen mit Behinderungen.

Im tiefen Wald

Marcel Hoogenboom geht forschen Schrittes in den Wald. Bereits nach einigen Metern führt eine lange Holztreppe hinunter in eine tiefe Kuhle. Wildschweine haben hier ihre Spuren hinterlassen und das Gelände mit ihren Nasen durchwühlt. „Hier muss man schon etwas aufpassen“, sagte Hoogenboom. Die Tiere seien zwar scheu, aber man sollte sie auch nicht erschrecken. Der Weg führt hinunter entlang des „Klappeijenpad“ – ein kleiner Waldweg, der über den Postweg zum Afrikamuseum führt. Wer zwischendurch Kultur tanken möchte, ist hier richtig (siehe Box).

Nicht unweit vom Museum lassen sich an der Meerwijklaan noch Überreste römischer Wasserleitungen entdecken, die in den vergangenen Jahren aufwändig für Besucher zugänglich gemacht worden sind.

Auf dem Rundweg durch Berg en Dal sollte man über den Oude Holleweg gehen und die schöne Aussicht genießen.

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