Die Mischung macht’s

Szene aus der Komödie „Ziemlich beste Freunde“, Die Produktion begeisterte schon in Emmerich das Publikum.
Szene aus der Komödie „Ziemlich beste Freunde“, Die Produktion begeisterte schon in Emmerich das Publikum.
Foto: NRZ
Ob künstlerisch anspruchsvolle Inszenierungen oder bunte Unterhaltung – in der kommenden Spielzeit des Klever Kulturprogramms dürfte für jeden etwas dabei sein – ein Überblick

Kleve..  Große Klassiker der Literaturgeschichte oder leichte Unterhaltung, die im Zweifel mehr Geld in die Kassen spült – dies ist der schmale Grat, auf dem sich Stephan Derks, Leiter des Kulturamts, und sein Team bei der Zusammenstellung der Spielzeit 2015/2016 bewegt haben. Herausgekommen ist eine bunte Mischung, die sowohl anspruchsvolle Theatergänger als auch Freunde leichterer Kost zufriedenstellen dürfte. „Zwar hat Kleve nicht die gleichen Kapazitäten wie Moers oder Düsseldorf, die über ein eigenes Theater verfügen, aber das bedeutet nicht, dass wir in unserer Kulturlandschaft keine starken Akzente setzen könnten“, betont Derks.

Ausgebuchte Ränge erhofft man sich etwa von der Produktion „Ziemlich beste Freunde“ vom Tournee-Theater Thepiskarren, eine Dramatisierung der französischen Komödie von Éric Toledano und Olivier Nakache. Die Produktion begeisterte schon in Emmerich das Publikum. In Kleve wird das Stück am 21. September in der Stadthalle zu sehen sein.

Feiner Nervenkitzel

Feinen Nervenkitzel verspricht hingegen der düstere Psychothriller „Der Seelenbrecher“ aus der Feder von Bestsellerautor Sebastian Fitzek. Eine psychiatrische Klinik, die durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, ein junger Mann, der unter Gedächtnisverlust leidet und ein Psychopath, der Frauen verschleppt und ihre Persönlichkeit bricht – dies sind Zutaten für die packende Geschichte, die das Ensemble des Kriminaltheaters Berlin am 21. Oktober in der Stadthalle auf die Bühne bringt.

Und wer schließlich erfahren möchte, „was die Welt, im Innersten zusammenhält“, dem sei die Inszenierung des Landestheaters Burghofbühne Dinslaken am 18. Februar 2016 empfohlen – das Ensemble spielt Goethes „Faust – der Tragödie erster Teil.“

Das Landestheater Detmold hat am 14. Dezember derweil noch Schillers bürgerliches Trauerspiel „Kabale und Liebe“ im Programm, das sich speziell an Oberstufen-Schüler richtet. „Es gab in den Vergangenheit schon mal Beschwerden von Theaterzuschauern, dass Schüler während der Aufführung laut gewesen wären und gestört hätten“, räumt Annette Wier, Leiterin des Fachbereichs Schule, Sport und Kultur, ein. „Deshalb haben wir das Schiller-Stück bewusst als Produktion für das Zentralabitur gekennzeichnet, damit die Leute das im Vorfeld wissen.“

Und auch die Jüngsten kommen in der nächsten Theatersaison nicht zu kurz. Wahrlich zauberhaft geht es etwa in der Produktion „Die Zirkusratte“ am Sonntag, 20. September, vom Kindertheater Mika und Rino zu. Erzählt wird die Geschichte der Ratte Fred, die auch so gern ein Zirkuskünstler wäre. Dabei kommt es zu einigen vergnüglichen Verwicklungen.

Hochkarätige Comedians

Und auch weil auch beim Kindertheater manche Klassiker eben nie aus der Mode kommen, setzt das Westfälische Landestheater am Sonntag, 11. Oktober, die Streiche von „Max und Moritz“ in Szene. Märchenfreunde kommen außerdem im kommenden Jahr bei „Rotkäppchen“ am 17. Februar sowie bei „Schneeweißchen und Rosenrot“ am 13. März auf ihre Kosten.

Auch der Bereich Kabarett und Comedy nehme im Klever Kulturleben eine immer größere Rolle ein, erläutert Bruno Schmitz vom Kulturbüro Niederrhein. Auch für die folgende Saison ist es ihm gelungen, einige hochkarätige Künstler und Comedians in die Stadthalle zu holen. So etwa das rheinische Original Jürgen B. Hausmann. Wo immer der wortgewandte Gymnasiallehrer auftaucht, begeistert er sein Publikum. In Kleve ist er am 30. Oktober live zu erleben.

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