Die Hellseher

Tieneke und Andre Soet-Groothuizen zeigen stolz ihre Lampen.
Tieneke und Andre Soet-Groothuizen zeigen stolz ihre Lampen.
Foto: Kleve

Kalkar. Eine Marktlücke haben Tineke und Andre Soet-Groothuizen entdeckt. Ihre Lampen hängen auf Kreuzfahrtschiffen und in Ferienresorts weltweit.

Mehr Licht! Goethes berühmte letzte Worte standen für Tineke und Andre Soet-Groothuizen nicht am Ende, sondern ganz am Anfang ihres Berufslebens. Vor zwölf Jahren hatte das kreative Paar aus Kalkar-Wissel eine Geschäftsidee mit besonders starker Strahlkraft. Die Hobby-Designer erschufen ungewöhnliche Lampen mit Mosaiken aus Kunstharz, die den Geschmack so vieler Menschen trafen, dass die Lampen aus Kalkar-Wissel mittlerweile in der ganzen Welt leuchten.

Leuchtende
Beispiele

Zum Beispiel in einem noblen Ferienresort in Marokko, im Clubmed in Italien, in einer Bar in Portugal, in Restaurants in Manila und Lyon, in einem Kulturcafe in Frankfurt, auf Kreuzfahrtschiffen, im Casino in Rotterdam und auf dem Hochglanzpapier der Zeitschrift Schöner wohnen.

Noch mehr leuchtende Beispiele gefällig? Tineke Soet-Groothuizen zückt den prall gefüllten Projektordner und zitiert aus der Abteilung Lampenverkauf am Niederrhein. Ihre Kreationen bringen Licht in die Xantener Hut-Werkstatt, das Klever Restaurant Königsgarten, das Kranenburger Hotel Zur Kranengasse, das Kalkarer Restaurant Meiers und viele, viele Privatwohnungen.

„Wir haben ein Händchen für schöne Sachen.“ So beschreibt Andre Soet-Groothuizen das Fundament, auf dem das kleine Wisseler Familienunternehmen mit dem Namen „Stretch“ steht. Während die beiden früher mit verschiedensten Wohn-Accessoires gehandelt haben, ging ihnen vor einem Jahrzehnt ein Licht auf. Sie reduzierten sich auf ihre eigenen Lampenkreationen und landeten damit den beruflichen Volltreffer.

Entworfen und verkauft werden die Lampen in Kalkar-Wissel, angefertigt werden sie in Asien. „Ich möchte klarstellen, dass bei uns keine Kinderarbeit im Spiel ist und dass die Beschäftigen unter vernünftigen Bedingungen arbeiten“, sagt der Chef. Mit einer Produktion in Deutschland, erklärt er, könnten sie kein Geld verdienen. „Die Lampen sind so aufwändige Handarbeit, dass die Produktion zum Teil vier Tage dauert.“

Per Container kommen die Waren über Rotterdam nach Kalkar. Das Hauptgeschäft läuft dann via Internet, wo alle 170 Modelle mit Preisen von 40 bis 1000 Euro angeschaut und bestellt werden können. Seit zwei Jahren haben die Soet-Groothuizens aber auch an ihrem Firmensitz in Wissel einen „Showroom“ eingerichtet (Friedrich-Ebert-Str. 29, Mo-Fr 9-17, Sa 9-13 Uhr). Die Kunden, sagen sie, kommen mittlerweile auch aus Städten wie Bonn oder Frankfurt ins leuchtende Örtchen Wissel.

Info:www.stretch-handelsgmbh.de, 02824/97 63 90.

 
 

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