Die Eltern werden jetzt befragt

Wie sollen die künftigen Schülergenerationen unterrichtet werden? Die Verwaltungen verschicken Mitte des Monats Fragebögen. Foto: Johannes Kruck
Wie sollen die künftigen Schülergenerationen unterrichtet werden? Die Verwaltungen verschicken Mitte des Monats Fragebögen. Foto: Johannes Kruck
Foto: WAZ FotoPool
Die Elternbefragung zur Schuldiskussion in Kleve, Bedburg-Hau und Kranenburg wird zwischen dem 16. und 21. November erfolgen.

Kleve..  Dies erfuhr die NRZ gestern aus allen drei Verwaltungen. Bis Ende November soll das Ergebnis der Abfrage vorliegen, bis Ende des Jahres müssten dann die Räte der Kommunen entscheiden, wenn sie bis zum kommenden Schuljahr eine Sekundarschule errichten wollen. Die Elterninformation wird, wie berichtet, am 15. November in der Materborner Mehrzweckhalle erfolgen. Beginn: 19 Uhr.

Kleves Schulhauptamtsleiterin Annette Wier teilte der NRZ auf Nachfrage mit, dass sich die Fragebögen zur Ermittlung des Elternwillens zwecks Absprache noch bei der Bezirksregierung befinden. Sie rechnet damit, dass die Behörde sich zu Beginn der kommenden Woche melden wird.

Der zweiseitige Fragebogen soll ermitteln, welche Schulform die Eltern wünschen: Gymnasium, Realschule, Sekundarschule oder Gesamtschule. Die Ergebnisse der Befragung sollen „in Gänze“ öffentlich gemacht werden, so Wier. Befragt werden die Eltern, deren Kinder jetzt die 2., 3. oder 4. Schulklasse besuchen.

Das Zeitfenster ist knapp: Wier betonte, dass bis zum 31. Dezember eine Sekundarschule beantragt werden müsste. Zuvor benötige man noch eine Abstimmung mit der Bezirksregierung und die Entscheidung der drei Räte. Die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen sind Ende Februar/März.

Infoveranstaltungen in
Materborn und Kolpinghaus

Die Gesamtschulinitiative informierte gestern über ihr weiteres Vorgehen. Die Mitglieder der Initiative fragen sich, ob das enge Zeitschema überhaupt realistisch ist. Die Initiative ist fest davon überzeugt, dass das Ergebnis der neuen Befragung erneut eine Gesamtschule hervorbringen wird. Dass erneut abgefragt wird, hält die Initiative für bedenklich: „Es gibt ja einen erklärten Elternwillen. Jetzt wird offenbar so lange abgestimmt, bis das Ergebnis gefällt“, sagte Martin Hiller.

Am 7. November lädt die Initiative ins Kolpinghaus zu einer eigenen Info-Veranstaltung. Beginn: 20 Uhr.

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