Deutschlands beste Schülerzeitung

Die Redaktion von Notenfrei. Die Realschüler werden im Juni von Winfried Kretschmann ausgezeichnet.
Die Redaktion von Notenfrei. Die Realschüler werden im Juni von Winfried Kretschmann ausgezeichnet.
Foto: WAZ FotoPool
Sie haben’s geschafft. Nach zweiten und dritten Plätzen in den vergangenen Jahren wird die Redaktion der Schülerzeitung „notenfrei“ nun Bundessieger

Kleve.  Schon ihr erfolgreiches Projekt könnte den Schülerinnen und Schülern der Karl-Kisters-Realschule ein zufriedenes Lächeln in die Gesichter zaubern. Schließlich machen die Zehn- bis 16-Jährigen eine wirklich gute Schülerzeitung. Jetzt dürfte noch eine große Portion Stolz hinzukommen. Mit ihrer Zeitung „notenfrei“ belegt die Schülerredaktion beim Wettbewerb der Kultusministerkonferenz der Länder und der Jugendpresse Deutschland bundesweit den ersten Platz. Gratulation!

Mit großem Engagement

Nach Platzierungen auf zweiten und dritten Plätzen in den vergangenen Jahren in den neun Jahren, die die Zeitung erstellt wurde, haben sie’s nun geschafft. Das vielköpfige Team um die beiden Chefredakteure Jana Verfürth und Kristian Schlikow stellten eine Zeitung von Schülern für Schüler auf die Beine. Alle Aufgabengebiete liegen dabei in Schülerhand. So kümmert sich Wiktoria Wierzbick ums Layout der 28 Seiten starken Ausgabe, für die grafische Umsetzung ist Maike Joeken verantwortlich. Für die Junior Edition, den Teil der Zeitung für die jüngeren Schüler, arbeiten unter anderem Hanna Weckwerth, Liliana Seidel und Sophie van de Loo. Wie richtige Profis hat „notenfrei“ mit Jan Gietemann und Kilian Wölfl auch ein Marketing- und Aboteam. Immerhin: Für die 400 Ausgaben starke Auflage haben die jungen Zeitungsmacher rund 160 Abonnenten.

„Gearbeitet wird mit großem Engagement, das die Schüler freiwillig erbringen“, lobt die stellvertretende Schulleiterin Helga Dieckhöfer, die das Zeitungmachen gemeinsam mit ihren Kolleginnen Christin Nowak, Valérie Vauzanges und Referendarin Shamila Rücker betreut. „Wir sichern die Grundqualität der Ausgaben“, sagt Dieckhöfer. „Wir geben den Input und ermutigen“, ergänzt Vauzanges.

„Es sind immer die neunten und zehnten Klasen, die die Zeitung machen“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin. Schon die Fünftklässler werden aber integriert. „Auf diese Weise rotiert die gesamte Redaktion alle zwei Jahre“, erklärt Dieckhöfer.

Die Siegerausgabe, die die Schüler zum Preis von einem Euro verkaufen, hat diesmal ein zentrales Thema: die Redakteure haben sich mit der Gleichberechtigung auseinandergesetzt. „Wir haben einen Spagat versucht zwischen einem gesellschaftspolitischen Thema und Dingen, für die sich jüngere Schüler interessieren könnten“, erklärt Jana Verfürth. Die Auswahl der Themen soll insgesamt möglichst breit gefächert sein. So werden Schwerpunkte aus Sport, Wirtschaft, Mode, Kultur und natürlich Schulleben mit interessanten Beiträgen abgedeckt. Einen festen Platz haben Buch- und Musikkritik, aber auch das Gewinnspiel.

Lesefreude fördern

Für Helga Dieckhöfer „ist es schön zu sehen, wie sich die Schüler entwickeln“. Schließlich sei die Zeitung auch ein Instrument Lesefreude zu fördern. Und so ist es ihr und ihren Kolleginnen regelmäßig ein Fest zu erleben, wie die neue Ausgabe in der sogenannten „Lesepause“ verkauft wird.

Gewonnen hat die Redaktion im übrigen 1000 Euro sowie die Fahrt nach Berlin zur Preisverleihung vom 6. bis 8. Juni durch den amtierenden Vorsitzenden des Bundesrates, den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann.

 
 

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