Den Rat stoppen

Radfahren in der City. Mit vielen Bauchschmerzen hat man damals die Große Straße zur Fußgängerzone gemacht, die Straßenbahn aufgehoben, die Umgehung durch die Galleien gebaut und dann die Vorteile für die Geschäftsleute und Besucher der City erfahren. Heute ist man stolz, diesen geschätzten Raum unbeschwerter Begegnung zu besitzen und keiner möchte ihn missen.

Die StVO setzt enge Regeln über die Nutzung und deren Ausnahmen. Der Fußgänger hat absoluten Vorrang. Der schiebende Radfahrer ist zugleich Fußgänger. Selbst bei temporärer Zulassung von Radverkehr hat sich dieser dem Fußgänger unter zu ordnen. Dem steht jedoch die Topografie der Großen Straße entgegen, so dass bei Abwägung der Gefährdung hier eindeutig Unfälle mit Verletzungen billigend in Kauf genommen würden.

Die Gegenrichtung bergauf wird beworben, mit E-Bikes zu befahren (was nicht zugelassen währe). Diese Fahrräder mit Hilfsmotor (Mopeds) sind zu schnell und werden

oft von älteren Leuten nicht beherrscht. Muss der Einkäufer also jetzt ständig auf der Hut sein, dass ihm keiner von hinten in die Seite kracht? Und was kommt als nächs-

tes? Darf der Radfahrer dann nachts mangels Verkehr rote Ampeln überfahren?

Bei aller Liebe zum Fahrrad – wer ruft den Rat zur Ordnung?