„Das passt zu uns“

So soll das neue Dorfzentrum von Groesbeek aussehen: Im Erdgeschoss gibt es auf 4500 Quadratmeter Einzelhandel, darüber Wohnbebauung.
So soll das neue Dorfzentrum von Groesbeek aussehen: Im Erdgeschoss gibt es auf 4500 Quadratmeter Einzelhandel, darüber Wohnbebauung.
Foto: NRZ
In Groesbeek entsteht zurzeit ein neues Gemeindezentrum, mit Einzelhandel und Wohnungen. Ein Vorbild für die Klever Minoritenplatzentwicklung?

Kleve/Groesbeek..  Harry Kerreweer schaut zurzeit gerne aus seinem Rathaus. Der Bürgermeister von Groesbeek freut sich, dass in seiner Gemeinde endlich die Kräne kreisen. Seit September wird gegenüber seiner Verwaltung an der Dorpsstraat groß gebaut: Das neue Zentrum von Groesbeek entsteht – Mitte nächsten Jahres sollen die Planungen bereits umgesetzt sein.

Wer sich die Planung in Groesbeek anschaut, kann viele Parallelen zur Minoritenplatzbebauung in Kleve erkennen. Auch hier geht es um ein Filetstück für den Einzelhandel und auch hier gab es einst Entwürfe für eine großzügige Architektur, die letztendlich abgelehnt worden sind: „Wir wollten eine Architektur, die zu Groesbeek passt“, sagt Sjaak Thijssen, der als Beigeordneter das Projekt „Centrumplan“ in Groesbeek betreut. Kleinteilig sollte die Architektur sein und auch ein bisschen historisierend, mit Giebelhäusern und unterschiedlichen Architekturstilen. „Der Entwurf wurde von uns gemeinsam mit dem Projektentwickler erarbeitet und fand in der Politik eine breite Zustimmung“, erzählt Thijssen. Allerdings habe sich auch Groesbeek an das Projekt annähern müssen: „Wir diskutierten hier auch schon seit über 20 Jahren“, so Thijssen.

Einzelhandel auf 4500 qm

Im Herzstück des neuen Zentrums stehen jetzt 4500 Quadratmeter Einzelhandelsflächen, davon seien nun 2300 Quadratmeter breits verkauft. Als größten Interessenten habe man jetzt die Supermarktkette Albert Heijn gewinnen können. „Supermärkte bringen nun mal die meiste Frequenz“, so Thijssen. Die anderen Geschäfte sollen mit Kleidung und Drogerie bestückt werden. Die Geschäftsgrößen varriieren zwischen 100 und 300 Quadratmeter. Über den Geschäftszeilen werden 100 Wohnungen angeboten.

Einen Knackpunkt bildete die Tiefgarage. Um das Problem zu lösen, betreibt die Gemeinde Groesbeek die Tiefgarage nun selbst. „Kostendeckend ist das nicht“, sagt Thijssen. Denn in den ersten beiden Stunden könne man gratis Parken. „Wenn man aber bezahltes Parken anbietet, wird niemand die Tiefgarage nutzen“, sagt der Beigeordnete.

Umgesetzt wird das neue Zentrum vom Projektentwickler Van Erk aus Bergambacht. Die Architektur stammt von Woudstra Architecten aus Vorden bei Zutphen.

 
 

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