Das Geld liegt in der Straße

Foto: Heinz Holzbach / WAZ FotoPool
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Foto: Kleve

Kleve.. Das Tiefbauamt investiert in Erschließung, Verkehrsberuhigung und neue Splitt-Decken in Nebenstraßen. Das Problem Radweg Griethausen ist immer noch ungelöst.

Seit voriger Woche investiert das Tiefbauamt an der Alten Reeser Straße in Kellen 510 000 Euro in Gehwege und neue Fahrbahndecke. Die Stadtwerke arbeiten in Reichswalde vor, das Tiefbauamt schafft dann Gehwege und Verkehrsinseln für die Tempo-30-Zone im Kattenwald für 680 000 Euro. Nach den Sommerferien wird das Neubaugebiet Mozartstraße/ Brahmsstraße/ Ackerstraße auf dem Gelände der Maschinenfabrik Roterberg erschlossen durch die neue „Fritz-Pannier-Straße“ (Schuhfabrikant). 150 Meter Straße für neun Einfamilien- und drei Mehrfamilienhäuser kosten 175 000 Euro.

Auch die Mitarbeiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve, USK, sind aktiv. Sie verteilen auf Nebenstraßen in Kleve eine neue Schicht sand-hellen Moräne-Edelsplitt. 41 000 Quadratmeter vollflächig und auf 36 000 qm werden Teilflächen repariert, zählt der Leiter der USK, Rolf Jansen, auf. 800 Tonnen frostbeständiger Splitt liegt auf 100 Tonnen zuvor erhitztem Bitumen. Das hält.

Sand ist seit Monaten das Stichwort für den Radweg Kleve-Griethausen. Einst eine herrliche Radelroute, heute eine Sandpiste. Seit der Sanierung im Frühjahr macht hier ein Ausflug einfach keinen Spaß mehr. Ältere Leute sitzen erschöpft auf der einen Bank am Wegesrand, ein junges Mädchen schiebt abgekämpft eine Rollstuhlfahrerin. Zugegeben, ein wenig besser sind Teilstücke der Strecke in den letzten Wochen geworden, aber immer noch nicht wirklich nutzbar.

Mehrere Versuche

Viele Anrufer beschweren sich, gesteht Rolf Jansen. An dem Dauerproblem „haben wir mehrfach nachgearbeitet.“ Auf Nachfrage der NRZ fuhr er gestern extra noch mal ‘raus: „Wir wissen nicht, woran es liegt. Vermutlich eine Kombination von zwei Ursachen: Dummerweise scheint es Materialqualitätsunterschiede zu geben, denn eigentlich ist der gleiche Belag drauf wie zuvor: Baaler Kies. Zweitens die Witterung. In der Einbauphase hätte man Feuchtigkeit gebraucht, damit sich das Material selbst verfestigt, aber es war zwei Wochen trocken. “ Jansen entschlossen: „Wir werden alles noch mal kräftig abwalzen. Wie müssen irgendeine Lösung finden. Wir machen jetzt mehrere Versuche an mehreren Stellen.“

Radfahrern, die übern Oraniendeich kommen, kann man auch nicht die Tweestrom-Strecke empfehlen, weil sich dort der Radweg in ein „Radfahren-verboten“-Schild auflöst und zum weiten Umweg über Brienen-Wardhausen-Rindern zwingt.

 
 

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