Das Ende des Nimweger Kraftwerks

Kranenburg-Nimwegen..  Die Kranenburger und Klever dürfen aufatmen. Das Kohlekraftwerk in Nimwegen, eine der ältesten Anlagen in den Niederlanden, wurde zum 1. Januar abgeschaltet. Jetzt wird das Kraftwerk gänzlich zurückgebaut. Auch der 150 Meter hohe Kühlturm wird dem Erdboden gleich gemacht und steht Klettersportvereinen nicht zur Verfügung. Der gesamte Abbau der Anlage, die vor allem aus Stahl und Beton besteht, wird nach den Schätzungen des Betreibers GDF/Suez zwei Jahre dauern. Die eigentlichen Abrissarbeiten werden allerdings erst in einem halben Jahr erfolgen können. Zuvor müsse das Kraftwerk erst für den Abriss vorbereitet werden, sagt Werksleiter Rob van Loenen: Der Abriss sei genauso aufwändig wie der Aufbau.

Viele Schadstoffe ausgestoßen

Die Klever Grünen sind hoch erfreut über das Ende der Anlage: Das 630 Megawatt Kohlekraftwerk habe seit 1985 30 Jahre lang viele Schadstoffe in die Umgebung geblasen. Kreisgeschäftsführer Hermann Brendieck schätzt aufgrund von Literaturangaben (TNO Rapport 2007 A-R0865/B), dass zirka 3 000 Kilogramm Arsen, 300 Kilo Kupfer, 300 Kilo Cadmium, 1.050 Kilo Chrom, 300 Kilogramm Quecksilber, 900 Kilogramm Blei, 1.050 Kilogramm Nickel, 1.050 Kilogramm Selen und 7.500 Kilogramm Zink in der Umgebung deponiert sind.

„Gerade Quecksilber und Schwermetalle wie das Cadmium sind problematisch, da sie sich in der Nahrungskette anreichern. Auf Grund der vorherrschenden Windrichtung sind 10 bis 20 Prozent davon im Kreis Kleve und seinen Gärten, Wiesen und Wäldern gelandet“, berichtet Brendieck.

 
 

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