CDU lehnt Altenheim ab

Ein Zentrum für alte Menschen wird es im Hotel Cleve wohl künftig nicht geben.
Ein Zentrum für alte Menschen wird es im Hotel Cleve wohl künftig nicht geben.
Foto: WAZ FotoPool
Mehrheitsfraktion stimmt im Bauausschuss gegen das Vorhaben von Investor Christian Nitsch: „Wir halten den Standort für nicht geeignet.“ Nitsch hatte das Hotel Cleve als Altenwohnheim nutzen wollen, braucht dafür jedoch eine Änderung des Flächennutzungsplans.

Kleve..  Die CDU ist gegen die Nutzung des Hotel Cleve als Altenwohnheim. In der gestrigen Bauausschusssitzung wurde eine Änderung des Flächennutzungsplanes mit Mehrheit abgelehnt. Damit dürften die Chancen für Investor Christian Nitsch gesunken sein, das Hotel als Altenzentrum zu nutzen.

Nach NRZ-Informationen beabsichtigt der Geschäftsführer von Haus Maternus, das Objekt für unterschiedliche Leistungen anzubieten. So soll es im Erdgeschoss 20 Tagespflegeplätze geben und eine ambulante Pflege. Im ersten Obergeschoss sind nach seinen Plänen sieben Plätze für Intensivmedizinische Wohngemeinschaften vorgesehen und in den Obergeschossen 2, 3, 4 und 5 sollen 90 Pflegeheimplätze verteilt werden. Im 6. Obergeschoss wäre Platz für eine Cafeteria mit Außenterrasse. Christian Nitsch war gestern telefonisch für eine Erklärung und Stellungnahme nicht zu erreichen.

Fuchs: „Eine Pflegemaschinerie“

Die CDU lehnt das Ansinnen nach intensiver Beratung ab, hieß es gestern von Günter Gottfried. „Wir halten den Standort für nicht geeignet“. Auf Nachfrage sagte er: „Wir halten das Pflegeheim da für nicht richtig. Wir möchte es in dieser Form nicht haben.“ CDU-Fraktionschef Udo Janssen sagte der NRZ, dass das Projekt in seiner Fraktion nicht vorgestellt worden sei.

Auch Anne Fuchs von den Offenen Klevern kritisiert die neue Nutzung im Hotel. Sie verbindet mit dem Vorhaben gar eine „Versorgungs- und Pflegemaschinerie“. Ähnlich abwertend ließen sich Mitglieder der Grünen aus. FDP und SPD können dem Projekt zustimmen. Der Markt solle entscheiden, ob am Klever Ring auch alte Menschen wohnen wollen.

Baudezernent Jürgen Rauer erklärte, dass er den Antragsteller regelmäßig darüber informiert habe, dass ohne eine Änderung des Flächennutzungsplanes die Schaffung eines Altenwohnheimes nicht möglich ist. Im FNP ist die Fläche als „Sport- und Freizeitgebiet“ vorgesehen. Um dort auch ein Wohnheim für alte Menschen zu schaffen, müsste der Zusatz „Gesundheit“ aufgenommen werden. Und gerade dies lehnte die CDU ab.

Die Stadt Kleve hat nach wie vor ein hohes Interesse daran, „städtebauliche Missstände durch Leerstand“ zu vermeiden. Rauer: „Wir wissen nicht, was der Eigentümer sonst für Zielvorstellungen hat. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten in diesem Gebiet.“

 

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