Bürger sollen beteiligt werden

Die schöne Bepflanzung an der Hafenstraße erleichtert den Blick auf den Minoritenplatz.
Die schöne Bepflanzung an der Hafenstraße erleichtert den Blick auf den Minoritenplatz.
Foto: NRZ
Klever Parteien sind sich bei den Vorgaben zur Bebauung des Minoritenplatzes erstaunlich einig

Kleve..  Transparenz, Offenheit, die Bürger sollen einbezogen werden – diese Schlagworte hat man in Kleve bereits häufiger gehört. Auch bei einem neuen Anlauf zur Bebauung des Minoritenplatzes sollen die Klever einbezogen werden – das ist parteiübergreifend der Wunsch aller Fraktionen. Wie genau diese Bürgerbeteiligung aussehen soll, worüber der Bürger am Ende entscheiden darf und was ihm vorgelegt wird, ist noch unklar. Ein externes Beratungsbüro soll den Prozess der Bürgerbeteiligung nach den Sommerferien voranbringen.

Als Diskussionsgrundlage erarbeiten die Parteien im Stadtrat zurzeit einige Eckpunkte, die für die Bebauung wichtig sind (wir berichteten vorgestern). Im Bau- und Planungsausschuss trugen die Fraktionsvorsitzenden noch einmal ihre wichtigsten Grundsätze vor – und waren sich in vielen Punkten erstaunlich einig: So soll die Wallgrabenzone entlang der Hafenstraße stärker betont werden – sie soll das neue Aushängeschild der Gartenstadt Kleve sein. Die CDU wünscht sich eine Belebung des Viertels durch Wasserspiele und fordert eine Fortführung des Wasserlaufes bis zum Spoykanal. Ähnlich sehen dies auch die anderen Fraktionen.

Auch über den Umfang der Bebauung zeichnet sich eine Kompromisslinie zwischen den Fraktionen ab. CDU und Grüne betonten, dass der Platz nur zu 50 Prozent bebaut werden sollte. Man wünsche sich kleine Plätze oder umschlossene Höfe und einen Rathausplatz mit einer hohen Aufenthaltsqualität. „Er sollte später gut belebt sein“, so Wolfgang Gebing.

Das Konzept von CDU und Grüne lässt sich sogar in Einklang bringen mit den Positionen der Offenen Klever – auch wenn die Kommunalpolitiker dies verbal anders sehen. Aber auch die Offenen Klever wünschen sich einen stark frequentierten Platz vor dem Rathaus, den sie als „Ereignisplatz“ ins Spiel bringen – für Umzüge, Public Viewing oder die Kirmes. Eine Bebauung ist für die OK nicht mehr ausgeschlossen. Die Hälfte des Platzes könne man für Gastronomie und Wohnen nutzen. Weitere Einzelhandelsflächen wollen die Offenen Klever nicht – alle anderen Fraktionen wünschen auch auf dem Minoritenplatz weitere Geschäfte. Hedwig Meyer-Wilmes (Grüne) sagte, dass der Minoritenplatz „die Seele Kleves zum Ausdruck“ bringen müsse.

Bürgermeisterin Sonja Northing freute sich, dass sie so viele Gemeinsamkeiten wahrgenommen hat. Es gebe keinen Grund, diesem Verfahren zu misstrauen. Neben dem Eckpunkte-Papier möchte sie auch den Planungsentwurf des Investors Bernd Zevens den Bürgern zur Abstimmung vorgelegen. Die Offenen Klever haben bedenken.

 
 

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