Bürger formieren sich gegen Sontowski-Pläne

Künstler Max Knippert hat eine Postkarte gegen die Bebauung der Unterstadt entworfen.
Künstler Max Knippert hat eine Postkarte gegen die Bebauung der Unterstadt entworfen.
Foto: Kunstacker
Eine Initiative möchte den Verkauf des Minoritenplatzes verhindern – und ein Bürgerbegehren anstrengen

Kleve..  In Kleve gründet sich eine neue Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Minoritenplatzes. Am Montagabend trafen sich 30 Personen in den Räumen der MIT-Gesundheit GmbH an der Stechbahn. Sie verfolgen das Ziel, den Verkauf des städtischen Grundstückes in der Unterstadt an den Investor Sontowski & Partner zu verhindern. Dafür möchte die Gruppe, die bislang 52 Mitglieder hat, Aufklärung über die Minoritenplatzbebauung betreiben, eine Internetseite ins Leben rufen, Aktionen starten und eventuell, nach einer positiven Ratsentscheidung am 22. Mai, ein Bürgerbegehren anstrengen. Die notwendigen juristischen Schritte werden bereits abgefragt. Die notwendigen Unterschriften seien nicht das Problem, hieß es unisono.

Projektbüro an der Hafenstraße?

Am Montagabend wurde ein achtköpfiges Führungsteam gewählt. Es engagieren sich Journalist Ralf Daute, Einzelhändlerin Barbara Pauls, Versicherungskaufmann Bernhard Fluck, Gymnasiallehrer Robert Fluck, Künstler Max Knippert, Eckart Meiner (Cinque) und Versicherungskaufmann Manfred Lamers. Auch die Städtebauingenieurin Henriette Wiggerts möchte ihr Wissen zur Verfügung stellen. Eventuell soll es im Computerfachgeschäft Xtrastore von Alexander Rades an der Hafenstraße ein Projekt- und Informationsbüro geben.

Die Mitglieder können sich mit den vorgestellten Plänen von Sontowski überhaupt nicht identifizieren. Von „mittelprächtiger Katastrophe“ und „absoluter Fehlplanung“ war die Rede. Neben der Sammlung von Unterschriften möchte man auch gezielt Klever Politiker ansprechen.

Daniel Rütter (FDP) kann sich durchaus vorstellen, ein Bürgerbegehren als „Notbremse“ zu unterstützen. Noch tut er sich mit der Aktion aber schwer: „Die FDP ist nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung des Minoritenplatzes. Wir sind gegen die jetzt vorgestellten Planungen.“

 

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