Bruno Ketteler wird Wirtschaftsförderer

Bruno Ketteler, Frank Sundermann, Bürgermeisterin Britta Schulz und SEG-Aufsichtsratschef Wilhelm Wolters.
Bruno Ketteler, Frank Sundermann, Bürgermeisterin Britta Schulz und SEG-Aufsichtsratschef Wilhelm Wolters.
Foto: NRZ
Bürgermeisterin Britta Schulz präsentierte gestern einen absoluten Wunschkandidaten für die Funktion in der Stadtentwicklungsgesellschaft: Der ehemalige Reeser Bürgermeister könne Kalkar nur gut tun

Kalkar..  Dr. Bruno Ketteler wird zum 1. Juli neuer Wirtschaftsförderer in Kalkar. Die Entscheidung traf am vergangenen Donnerstag der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Bürgermeisterin Britta Schulz hatte Ketteler direkt angesprochen, ob er sich vorstellen könne, das Amt in Kalkar zu übernehmen. Nach einem Vorgespräch hat er zugesagt.

Bruno Ketteler ist am Niederrhein kein Unbekannter. Von 1999 bis 2009 war er Bürgermeister in Rees und seitdem ist er als Anwalt in einer Düsseldorfer Kanzlei tätig. Unter anderem berät er Kommunen in Rechtsfragen. Auch künftig wird Ketteler als Anwalt tätig sein können: „Aber dies wird deutlich zurückgestellt. Die Wirtschaftsförderung ist meine erste Aufgabe“, sagte der 54-Jährige gestern bei der Vorstellung im Rathaus.

Mehr Lebensqualität

Als Motivation für die Stelle nannte Ketteler den Zugewinn an Lebensqualität. Er müsse nicht mehr so viel mit dem Auto fahren und auch andere persönliche Gründe spielen für ihn eine Rolle. Zudem sei er sehr mit Kalkar verbunden. Er ist in Till-Moyland aufgewachsen, war am unteren Niederrhein in einem Gartenbaubetrieb tätig und seine Frau stamme aus Wisselward. „Für mich ist das wie ein ‘back to the roots’“, sagte Ketteler. Er werde vielleicht etwas weniger verdienen als jetzt, aber die Lebensqualität spiele eben eine wichtige Rolle. Ketteler wohnt in Rees-Millingen.

Als künftiger Wirtschaftsförderer ist er für die Entwicklung und Vermarktung von Baugrundstücken und gewerblichen Grundstücken zuständig und für die Beratung und Betreuung der Unternehmen vor Ort. Auch die Weiterentwicklung des Wisseler Sees wird zu seinen Aufgaben gehören. Hier bringt Ketteler bereits einige Erfahrung aus seiner Reeser Zeit als Bürgermeister mit. Damals ging es für ihn um die Vermarktung des Reeser Meers. Am vorliegenden Rahmenkonzept des Wisseler Sees hat er bereits als Berater der Stadt Kalkar mitgewirkt. Ketteler betonte, dass er zu Beginn schnell den Kontakt zu den Gewerbetreibenden suchen werde – in der Stadt Kalkar, aber auch in den einzelnen Ortschaften: Der Mittelstand, die kleinen und mittelgroßen Betriebe in der Stadt, seien enorm wichtig.

Ran an die Arbeit!

Angesichts der Haushaltslage wisse Ketteler, dass man jetzt die Ärmel hochkrempeln müsse. „Aber das muss man in dieser Verwaltung niemanden mehr sagen. Das ist eine Selbstverständlichkeit.“ Mit seiner Expertise im Baurecht dürfte Ketteler auch eine Entlastung für Baurat Frank Sundermann werden. Auch er freute sich, dass Ketteler für die Stadt Kalkar gewonnen werden konnte.

Bürgermeisterin Britta Schulz ist froh über diesen Coup. „Können wir uns in Kalkar einen qualifizierten Mann wünschen? Ich denke nicht“, sagte sie. Ketteler verfüge über eine enorme Erfahrung, er unterhalte wichtige Kontakte in die Landeshauptstadt und könne die Stadt als Wirtschaftsförderer hervorragend repräsentieren. Auch Wilhelm Wolters, Aufsichtsratsvorsitzender der SEG, zeigte sich froh und erleichtert, die seit einem Jahr vakante Stelle mit Bruno Ketteler besetzen zu können: „Es gibt so viele Themen, die absolut wichtig und relevant für die Stadt sind. Der neue Wirtschaftsförderer kann sie anschieben. Wir haben eine Entscheidung getroffen, die der Stadt Kalkar nur gut tun kann.“

EURE FAVORITEN