Bistum und Stadt teilen sich die Kosten

Der Kindergarten Liebfrauen wird jetzt umgebaut.
Der Kindergarten Liebfrauen wird jetzt umgebaut.
Foto: NRZ
Kindertagesstätte „Haus der Kinder Liebfrauen“ bekommt neuen Anbau für Betreuung von zwölf Unter-Dreijährigen mit Geld vom Land. Aber die Renovierung des Altbaus wird extra bezahlt

Goch..  Das Bistum gibt nicht nur den Segen, es gibt auch 50 Prozent der Kosten für die Renovierung der Kindertagesstätte „Haus der Kinder Liebfrauen“ dazu. Johannes Bellen, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Pfarrgemeinde St. Arnold Janssen, überbrachte dem Jugendhilfeausschuss die frohe Botschaft. Bellen erklärte, in Münster sehe man, dass der Kindergarten „technisch und inhaltlich auf den Stand gebracht“ werden müsse. Er werde sich auf Kinder unter drei Jahren einrichten. Momentan werden 65 Kinder in drei Gruppen im Alter von drei bis sechs Jahren betreut (Ü-3). Anbauten für die Versorgung jüngerer Kinder plus Renovierung des bisherigen Gebäudes würden 800 000 Euro kosten.

Eigenanteil von 280 000 Euro

Weil das Förderprogramm des Landes für den U-3-Ausbau noch bis Oktober verlängert wurde, könnte die Stadt Gelder beantragen. Aber eben nur für den Anbau für U-3-Kinder. Der Ausschuss beschloss: Hier übernimmt die Stadt Goch neben dem Eigenanteil zusätzlich zur Sanierung die halben Kosten (maximal 280 000 Euro). Falls der Förderantrag abgelehnt würde, gibt die Stadt zwar auch die halben Kosten (dann maximal jedoch 400 000 Euro). Die Kirche als Träger muss sicher stellen, dass durch die Belegung von U-3-Plätzen keinem Kind über drei Jahren ein Platz gekündigt wird.

Die zweite Variante wäre gewesen, gar keine Fördergelder zu beantragen. „Bei einem Verzicht bleiben wir flexibel“ bei der Vergabe der Kita-Plätze, sagte Fachbereichsleiter Dr. Georg Kaster. Gerade in den letzten Monaten war das Problem aufgetaucht, dass nicht ausreichend Plätze für Kinder über 3 Jahren zur Verfügung standen.

Aber für die Zukunft sei vermutlich mit einer steigenden Bedarfsanfrage im Ü-3-Bereich zu rechnen, so Kaster. In Goch gibt es derzeit 953 Plätze für Ü-3-Kinder und 284 für unter-Dreijährige (inklusive Tagesmütter). Im Kindergartenjahr 2015/2016 zählt die Stadt 974 Kinder über drei Jahre und 642 unter drei. Im Kindergartenjahr 2016/2017 dann 1019 Kinder über drei und 633 mögliche Kindergarten-Nutzer unter drei Jahren. Fürs Kindergartenjahr 2017/2018 gäbe es 1046 Über-Dreijährige und 612 Unter-Dreijährige. Allerdings würden wohl nicht alle einen Kita-Platz benötigen. Und momentan sind in der Tagespflege noch Kapazitäten frei.

Die Kirche zahlt Zuschuss

Die Zentralrendantur hatte mitgeteilt, dass sie bei einem Antrag auf Fördergeld maximal zwölf neue U-3-Plätze realisieren will – was 240 000 Euro bedeutet (12 Plätze mal 20 000 Euro, minus zehn Prozent Eigenanteil). Das Geld steht bereits im aktuellen Haushaltsplan aufgrund eines früheren Antrages.

Die verbleibenden Kosten für die Sanierung des bestehenden Kindergartens sollen je zur Hälfte nun also Stadt und Bistum tragen: 560 000 Euro (ergibt sich aus 800 000 Euro Gesamtkosten minus Förderung 240 000 Euro).

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