Bewegung für die Große Straße

Günter Steinsmöchte ein Verkehrsgutachten, das die veränderten Verkehrsflüsse in Kranenburg genau misst.
Günter Steinsmöchte ein Verkehrsgutachten, das die veränderten Verkehrsflüsse in Kranenburg genau misst.
Foto: NRZ
Kranenburger Politiker geben Verkehrsgutachten in Auftrag. Ergebnis soll vor den Sommerferien vorliegen. Einkaufsareal wird um anderthalb Hektar erweitert

Kranenburg..  „Dafür gibt es keine eindeutige Lösung, ganz gleich, wie man sich entscheidet, man trifft immer den Unmut der Bürger.“ Sagt Bürgermeister Günter Steins und meint die ebenso lange wie schwierige Diskussion um die Verkehrsführung für die Große Straße. Was aber mitnichten heißt, dass an einer wie auch immer gearteten Lösung nicht schon seit Jahren gearbeitet wird.

In den Jahren 1999 bis 2004 beschäftigte man sich mit Plänen zur Umgestaltung, 2005 hat Kranenburg die Große Straße so umgebaut, dass Straße und Fußgängerbereich auf einer Ebene liegen, hat eine entsprechende Pflasterung vorgenommen. „Wir waren damals davon überzeugt das Richtige zu tun“, erinnert sich der Bürgermeister. Ergebnis: „Das Experiment hat das erhoffte Ziel nicht erreicht. Es gab Unzufriedenheit.“ Und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.

Es gehört eine Menge Mut dazu, für die Kranenburger Durchgangsstraße eine Entscheidung zu treffen. Das hatte Steins noch im vergangenen Jahr gesagt. „Es geht doch um zwei Bereiche“, erklärt er. Auf der einen Seite stehe der Einzelhandel in der Großen Straße, dem eine Sperrung der Straße bzw. eine Fußgängerzone Umsatzeinbußen bescherten, auf der anderen Seite das hohe Verkehrsaufkommen. „Dazwischen bewegt sich unser Handlungsspielraum.“

Neues Verkehrsgutachten

Die Kranenburger Politik packt das Problem im noch jungen Jahr erneut an. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses einigte man sich darauf, ein Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben. Ziel des Gutachtens soll es sein, Handlungsempfehlungen zu geben, durch die der Durchgangsverkehr Große Straße wesentlich verringert werden kann. Sowohl SPD wie CDU wünschen sich vom Gutachten, dass es die Bereiche Hettsteeg und Großen Haag (Einkaufszentrum) miteinbezieht. „Das Gutachten,“, so Steins, „soll die Verkehrsflüsse genau messen, damit die Gemeinde eine Entscheidung treffen kann. Dafür brauchen wir eine gesicherte Datengrundlage.“ Denn Ideen gebe es genug – Abpollern der Straße, Einbahnstraßenregelung, Schwellen einbauen, andere Pflasterung, Sperrung für den Durchgangsverkehr. Das Gutachten soll vor den Sommerferien vorliegen.

Für die nahe Zukunft (2016/17) plant Kranenburg eine Erweiterung des Einkaufsbereichs Großen Haag (nördlich vom Rewe-Markt) um anderthalb Hektar. Dort sollen weitere Einkaufsmöglichkeiten entstehen. „Welche ist noch offen“, so Steins. Verändern will man auch den Bereich am Waschwall. Dort hat die Gemeinde die dafür notwendige dritte Immobilie erwerben können. Schon jetzt können Kunden dort über eine Brücke zu Fuß vom Großen Haag zur Großen Straße und zurück.

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