Begegnung der Kulturen

v.l. Marco van Heys, Christoph Frauenlob, Ron Manheim planen das Mifgash-Festival
v.l. Marco van Heys, Christoph Frauenlob, Ron Manheim planen das Mifgash-Festival
Foto: Klaus Hübner
Open-air-Veranstaltung des Vereins Mifgash: Reggae, Folkore, Improvisation und Ausstellung

Kleve..  Wohin der Blick auch geht, er streift die Geschichte Kleves. Vom Meierhof aus schaut man auf das Panorama der Stadt und entdeckt die Silhouette der Stiftskirche und der Schwanenburg. Diesen Blick werden die Besucher des Mifgash-Festivals erleben, wenn sie am Samstag, 30. August ,ihre Augen von der Bühne im Garten des Meyerhofes etwas nach links lenken. Denn zwischen Stiftskirche und Schwanenburg, inmitten sommersatter Bäume auf dem Kliff, entsteht demnächst das „Beth HaMifgash – Haus der Begegnung“.

Von Hang zu Hang und über die historische Sichtachse von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen hinweg schlägt der im November 2013 gegründete Verein eine Brücke für „Klever aller Nationen“. Mit dem Festival.

Der bunte Abend bietet nicht nur Musik, sondern stellt auch die zahlreichen Aktivitäten des Vereins vor. „Das Mifgash-Festival ist das erste große Fest, das wir als ‘Verein Haus der Begegnung’ feiern,“ sagt Ron Manheim, Vereinsvorsitzender und Initiator des Projektes. „Unser erstes Multi-Kulti-Fest, das das Ziel unseres Vereins ansteuert. Wir wollen Kleve nicht zu einer Multi-Kulti-Gesellschaft machen, sondern Multi-Kulti-Erfahrungen ermöglichen.“ Diese Chance, anderen Kulturen zu begegnen, ohne in die Ferne schweifen zu müssen, bietet das Festival mit einem umfangreichen Programm für Jung und Alt zwischen 18 und 23 Uhr auf dem Meyerhof an der Uedemer Straße.

„Für dieses musikalische Projekt habe ich einen neuen, frischen Verein gesucht, wo noch viele Ehrenamtliche unverbraucht sind und die Musikrichtung von dem abweicht, was man normalerweise hier zu hören bekommt,“ sagt Christoph Frauenlob. „Es ist ein eigenes Projekt mit vielfältigen Qualitäten an Klängen.“

Multikulti auch in der Musik

Der fünfteilige Klangmarathon beginnt mit einem harmonisch ausgebreiteten Klangteppich, auf dem bis zu einem Meter Durchmesser große Gongs angespielt werden, die mit ihrem enormen Klangreichtum zum Festivalbeginn rufen. Die auf dem Flyer angekündigte Gruppe „DonDonaGong“ wird von Hanna Stijnen und Marco van Heys vertreten.

Nach dem Grußwort von Ron Manheim und einem von Klara Heimbach geleiteten Workshop, der ein Logo für den Verein sucht, unterhält die Gruppe „Klezmore“ mit einem weltmusikalischen Fruchtcocktail aus Melodien vom tibetanischen Markt oder Zigeuner- und Balkanmusik.

Nach der Ausstellungseröffnung im großen Saal des Meyerhofes (Werner van Ackeren, Julia Blanck, Günther Zins) spielt Günther Zins zwei Saxophon-Improvisationen. Der stellvertretende Bürgermeister Josef Gietemann kommt zu Wort, und das „Paradoxon-Klangorchester“ aus Emmerich intoniert gar nicht paradox traditionelle Musik aus Griechenland, Türkei, Deutschland und anderen Teilen der Welt.

„Einen multikulturellen Aspekt bieten auch die jamaikanischen Klänge der von Daniel Ziegler frisch gegründeten Reggae- und Skaband ‘Kabelbrand’,“ sagt Christoph Frauenlob, „die Musik ist allerdings in Kleve komponiert.“ Ziegler mischte moderne Stile (Dancehall, Funk, Afro-Latin) für die aus Schülern und Lehrern der Musikschule „rhythm & groove factory“ bestehende Band.

Für Marco van Heys, Betreiber eines Tonstudios auf dem Meyerhof, war es keine Frage, sich für das Festival zu engagieren. „Auch mir geht es darum, verschiedene Elemente in der Musik und zwischenmenschlich zu verbinden,“ sagt er.

Das Mifgash-Festival am 30. August steigt an der Uemer Straße 15, bei schlechtem Wetter in der Scheune. Eintritt: 12 Euro und 10 Euro Vorverkauf (Buchhandlung Hintzen, Kleve Marketing, Leselust Materborn), Schüler/Studenten 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre kostenlos. www.mifgash.de

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