Auf den Flügeln des Gesangs

Kolpingchor Goch
Kolpingchor Goch
Foto: NRZ
Mit Festakt und Freundschaftssingen am 14. Juni begeht der Kolpingchor 1890 Goch sein Jubiläum. Ein großes Konzert folgt im Oktober

Goch..  Das Jahr seiner Gründung trägt er im Namen, der Kolpingchor 1890 Goch. Folglich feiert er in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Der katholische Gesellenverein Goch, aus dem die Kolpingfamilie hervorgegangen ist, wurde 1862 gegründet. Und weil die Gesellen offenbar auch sehr sangesfroh waren, rief der damalige Kaplan Heinrich Büscher den Männerchor ins Leben. Ein reiner Männerchor ist er bis heute geblieben.

Am 14. Juni begeht der Chor sein Jubiläum mit einem Gottesdienst. Der findet um 9.30 Uhr in St. Maria Magdalena statt. Um 11 Uhr schließt sich ein Festakt im Kastell an. Als musikalischer Gast tritt die Sopranistin Maria Klier auf, die aus Goch stammt und am Theater Hagen engagiert ist. Festredner sind neben Bürgermeister Karlheinz Otto und dem Vorsitzenden des Sängerkreises Moers, Georg Bruckmann, ein ehemaliger Dirigent, der dann das Musikleben in Kleve entscheidend geprägt hat: Herbert Krey. „Er leitete den Chor von 1972 bis 1973“, erzählt der heutige Chorleiter Paul Verheyen.

Von Köln in die Weberstadt

Verheyen hat den Chor vor drei Jahren übernommen. Jahrelang war er leidenschaftlicher Chorsänger in Köln. Als er dann nach Goch kam, wollte er gerne weitersingen. Chöre gab es in Goch ja mehrere. Dass er sich für den Kolpingchor entschied, hatte mit dessen Leiter Hermann Thömmes zu tun. „Die Arbeit mit ihm hat Riesenspaß gemacht“, sagt Verheyen. Thömmes erkannte sein Talent, förderte ihn und sorgte dafür, dass er einen Vizedirigentenlehrgang mitmachte. „Ich bin mit den Beatles und den Stones groß geworden“, erinnert sich Verheyen, „aber ich war von der Musik, die ich da entdeckt habe, so begeistert, dass ich gar nicht aufhören konnte.“ Er nahm Gesangsunterricht, Klavierunterricht, und leitet seit 15 Jahren den Grenslandmannenkoor Siebengewald.

Der wird dann auch beim Freundschaftssingen teilnehmen. Das findet dann ebenfalls am 14. Juni statt, ab 14 Uhr im Kastell. Beteiligt sind außerdem der Weberstadt Frauenchor, der MGV Frohsinn Goch, der MGV Materborn, der MGV Weeze und der MGV Kevelaer. Zum Anlass wird auch eine Festschrift erscheinen, die auf 10 Seiten durch die Geschichte des Chors führt. Verfasser sind Paul Goossens, Franz van Well und Dieter Bullack. Mit einem Informationsstand hofft man, neue Mitglieder zu begeistern.

Musikalisches Potpourri

Dazu dürfte aber vielleicht noch mehr das Jubiläumskonzert beitragen. Das findet am 31. Oktober in der Aula der Gaesdonck statt. „Wir bringen anspruchsvolle Literatur für Männerchor, angefangen bei Schubert“, berichtet Paul Verheyen. Daneben aber auch karnevalistisch angehauchtes Liedgut, Heimatgesänge und zum Schluss gar ein Potpourri mit 17 bekannten Schlagern und Evergreens. „Das wird wunderschön“, ist Verheyen überzeugt.

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