Apulien ganz nah

Wolfgang Remy
Eine Delegation aus Italien feiert am Weezer Flughafen begeistert Karneval.
Eine Delegation aus Italien feiert am Weezer Flughafen begeistert Karneval.
Foto: Kleve
Italiener präsentierten ihre Heimat mit Musik und Spezialitäten im Airport Weeze. Ryanair fliegt seit 2010 in die italienische Region.

Weeze.  „Ja sind wir denn schon in Italien?“, wunderten sich Miriam und Isabella, als sie mit Sack und Pack aus dem trüben Niederrheinwetter die Abflughalle des Airport betraten. Kein Wunder: Denn zwischen Fluggästen und Besuchern wirbelte lautstark die Musikgruppe „Accademia delle Corna“ umher, machten den erstaunten Besuchern richtig Appetit auf die Sonnenregion Apulien.

Und auf die Spezialitäten aus der Region rund um Bari. Die wurden an liebevoll dekorierten Ständen angeboten, und zwar von Leuten wie Tomasso Ronanzzi. Der „Käsespezialist“, der vor Ort seine Mozarella-Kreationen herstellte, war gleich mit einem ganzen Tross an Kollegen aus Putigano nach Weeze gekommen, um hier Lust auf Apulien zu machen.

Denn dank der Ryanair-Verbindung besteht seit 2010 ein schon freundschaftlicher Kontakt zwischen Weeze sowie Goch und der Stadt Putignano – und darüber hinaus mit der ganzen Region. Nicht ohne Grund gehörten deshalb auch der Bürgermeister von Putignano, übrigens die Stadt mit dem ältesten Karneval in Italien, sowie der Präsident der dortigen Karnevalsvereine, sowie Hotelmanager Giuseppe Abbracciavento mit zur Reisegruppe.

Und neben der eher touristischen Verbindung sowie der närrischen Beziehung zwischen Goch und Putignano ging’s um mögliche wirtschaftliche Bande mit der Metropole Bari. Deshalb knüpften auch der Vizepräsident der Handelskammer Bari, Dr. Giuseppe Riccardi, Gertrud Hoenselaar von der Handelskammer Centraal Gelderland, Dr. Thomas Hanicke von der IHK Duisburg, sowie Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers erste Kontakte. „Immerhin sind seit 2010 über 100 000 Individual- und Geschäftsreisende von Weeze nach Bari geflogen“, betonte Airport-Pressesprecher Holger Terhorst.

Und blieb ziemlich gelassen, als es mehrfach im Terminal richtig knallte – Gott sei Dank hatten sich nur bunte Ballons in Luft aufgelöst.

Miriam und Isabella bekamen von alledem schon nichts mehr mit. Die jungen Frauen befanden sich bereits im Landeanflug auf Bari – mit allerhand guten Eindrücken im Gepäck, die sie schon in Weeze über ihre Reiseziel gewinnen konnten.