Ärger über neuen Radweg entlang der Bahntrasse

Es ist ein wunderschöner Radweg geworden. Entlang der stillgelegten Bahntrasse zwischen Kranenburg nach Nimwegen kann man nun schnell und bequem mit dem Fahrrad fahren. Im vergangenen Herbst hat die Gemeinde Groesbeek das Teilstück nach Malden angelegt. In gut 30 Minuten ist man nun über den städtischen Wald Heumensoord an der Radboud-Universität und damit mitten in der Stadt Nimwegen. Auch von Kranenburg gibt es eine Verbindung entlang der Bahn nach Groesbeek. Dementsprechend wird der Radweg stark genutzt: „Wir haben sehr viel Zuspruch erfahren“, sagt die Sprecherin der Gemeinde Groesbeek gegenüber der NRZ.

Doch jetzt gibt es Ärger: Das niederländische Wirtschaftsministerium hat die Gemeinde angewiesen, den Radweg zu sperren. Zum einen sei dieser illegal angelegt worden und zum anderen müssten die Zauneidechse und die Blindschleiche geschützt werden, die entlang der Bahnlinie vorkommen würden, so das Ministerium. Diese Reptilien würden durch den Radverkehr gestört. Das Ministerium droht sogar mit einer Strafzahlung in Höhe von 150 000 Euro.

Die Gemeinde Groesbeek ist mit der Anweisung nicht einverstanden und kann ein Gutachten vorweisen, das den Radweg für unbedenklich hält. Bürgermeister Harry Kerreweer sagte gegenüber der niederländischen Presse, dass der Weg vorerst nicht geschlossen wird. Text und Foto: Andreas GEbbink

 
 

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