Abi-Fete könnte diesmal umziehen

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Kleve..  Klever Abiturfeten laufen traditionell immer im Jugendzentrum Radhaus. Seit 30 Jahren. Diesmal gibt’s Konkurrenz.

Zwei Schulen – das Konrad-Adenauer und das Berufskolleg – entscheiden sich möglicherweise für den „Tower“ am Bahnhof. Aus Kostengründen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Abi-Fete nicht am Radhaus stattfinden wird“, sagt Julia van Donzel vom Team des Jugendzentrums am Sommerdeich. Dass sich KAG und BKK im 30. Jahr umentscheiden, „ist natürlich ihr gutes Recht. Wir haben uns mehrfach getroffen und sie beraten,“ sagt Julia van Donzel. Allein die Mehrheit der Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums hält noch am Klassiker, der Party auf der berühmt-berüchtigten Wiese, fest. „90 Prozent unserer Stufe sind für das Radhaus. Da sind wir aber anscheinend die Einzigen“, sagt Marten Schouwink vom Organisationsteam der „Steiner“.

Meist kommen 2000 bis 3000 Jugendliche zu den Abifeten. Am Radhaus bekämen die veranstaltenden Abiturienten bei gutem Besuch einen finanziellen Anteil zurück – diese Abhängigkeit vom Erfolg gebe es beim Towerclub nicht. Dort würden Festbeträge gezahlt, die deutlich unter denen des Radhauses lägen. Außerdem müssten die Schulabgänger „dann wohl auf ihrer eigenen Fete nicht kellnern“, wie es bisher üblich war, sagt Marten Schouwink vom Stein-Gymnasium. Er und seine Mitschüler wollten dennoch weiter versuchen, „die anderen Schulen umzustimmen“. Ende Januar soll eine Entscheidung fallen, bestätigt Marcel Davies vom Towerclub. Dort sammelte man bereits seit Jahren Erfahrungen mit den Vor-Abi-Feten, auf denen traditionell Geld für die Stufenkasse gesammelt wird.

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