2013 war ein verlorenes Jahr für Radfahrer

Goch.  Die Weberstadt präsentiert sich gern als „kleines Münster“, also als fahrradfreundliche Stadt am Niederrhein. Täglich sind viele Menschen auf den Gocher Radwegen unterwegs. Doch beim Thema Fahrradfreundlichkeit muss die Stadt dringend etwas tun. Das Thema Radwege beschäftigt nicht nur die Bürger seit Jahren, sondern auch den Rat der Stadt.

Rückblick: Einstimmig! So lautete Ende 2012 das Ergebnis im Gocher Rat. Beschlossen wurde eine Bestandsaufnahme der Gocher Radwege. Die sollte als Grundlage dienen, um ein neues Konzept für die Radwege zu entwickeln. Alle Parteien waren geschlossen für den Antrag der SPD-Fraktion und der politische Wille war groß etwas für die Radfahrer zu tun. Doch viel passiert ist seitdem nicht.

Der Ratsbeschluss ist bisher nicht umgesetzt worden – auch nicht teilweise. Engagierte Bürger wie Heinz van de Linde fragten nach, meldeten sich bei Ratssitzungen zu Wort und wiesen daraufhin, dass 2013 noch immer nichts in Sachen Radwege passiert sei.

Personeller Engpass

Doch Klaus Krantz, Baurat der Stadt Goch, vertröstete ihn. Gegenüber der NRZ erklärte Stadtsprecher Torsten Matenaers: „Das Projekt wurde aufgrund von personellen Engpässen bisher zurückgestellt“. Im Bauamt fehlten durchaus Mitarbeiter (einer wurde beispielsweise für Personalratsarbeit freigestellt, ein weiterer ging in Altersteilzeit...).

Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache. Die vier Ratsfraktionen CDU, SPD, ZIG und Grünen präsentierten ihre gemeinsamen Anträge für den Haushalt 2014/2015, wobei auch der Personalengpass im Bauamt angegangen wird. Die vier Fraktionen fordern, die Schaffung einer neuen Stelle, voraussichtlich ab dem Sommer 2014 (wie berichtet).

Die vier Parteien sind sich einig: hier müssen wir etwas tun. Die Bestandsaufnahme soll endlich erfolgen, um das neue Konzept für die Gocher Radwege voran zu treiben.

 
 

EURE FAVORITEN