1500 Erstsemester an der HRW

Die Hochschule Rhein-Waal wächst um weitere 1500 Studenten. Hier ein Bild während der Begrüßung der Erstsemester im vergangenen Jahr.
Die Hochschule Rhein-Waal wächst um weitere 1500 Studenten. Hier ein Bild während der Begrüßung der Erstsemester im vergangenen Jahr.
Foto: Kleve
Engpässe bei den Räumlichkeiten: Vorlesungen werden im neuen Semesterauch im Tichelpark-Kino, im Rilano-Hotel und im XOX-Theater angeboten

Kleve..  Die Hochschule Rhein-Waal (HRW) nimmt zum neuen Wintersemester 1500 Studierende in Kleve und Kamp-Lintfort auf. Diese Zahl bestätigte gestern der stellvertretende Hochschulpräsident Dr. Martin Goch der NRZ auf Anfrage. Damit wächst die junge Hochschule bereits auf eine Gesamtzahl von 4000 an: „Wir sind sehr, sehr schnell gewachsen“, freut sich Dr. Martin Goch. Und bereits jetzt gibt es die ersten Engpässe bei den Räumlichkeiten für Vorlesungen: Ab Oktober werden die Professoren auch im Kino, im Rilano-Hotel und im XOX-Theater ihr Wissen vermitteln. „Große Lehrräume mit über 100 Plätzen sind ein Problem“, sagt Dr. Goch.

Optimal sei der Umzug nicht: „Aber wir sind mittlerweile eine richtige Hochschule“, so der Vize-Präsident. Soll heißen: Auch im Rest des Landes NRW sei es gang und gäbe im Kino oder in anderen Sälen Vorlesungen zu veranstalten. Wie viele Lehrveranstaltungen ausgelagert werden stehe noch nicht fest. Gesichert ist allerdings, dass die Hochschule zusätzliches Geld aus dem Hochschulpakt erhalten werde. Das Ministerium habe eine Zusage erteilt, so Dr. Goch. Über die Höhe der Zuwendungen werde noch verhandelt. Das Geld wolle man für weitere Professoren und Lehrstellen einsetzen.

Kein Popcorn im Kino

Kino-Betreiber Reinhard Berens kann fünf Kino-Säle zur Verfügung stellen, ausgestattet mit digitaler Technik – und sehr bequemen Sitzen. Eine Zusage seitens der Hochschule erwartet er noch in dieser Woche, so Berens. Aktuell arbeite die Hochschule noch an einem Raumkonzept.

Für den Klever Kino-Besucher werde sich nichts ändern. Um 16 Uhr sollen wie gewohnt die Filme anlaufen. „Für unsere Organisation ist das aber ein deutlicher Einschnitt“, so Berens. Denn bereits um 8 Uhr sollen die ersten Vorlesungen starten.

Reinhard Berens möchte zusätzlich einen kleinen Kiosk anbieten, damit sich die Studierenden im Kino auch wohl fühlen. Eines werde es aber auf gar keinen Fall geben: Popcorn zur Vorlesung. „Das mit Sicherheit nicht“, schmunzelt Berens. An den Lichtverhältnissen im Kino müsse man noch etwas ändern, damit die Studierenden nicht im Kino-Schummerlicht eindösen. Ansonsten könne man für Veranstaltungen auch die sehr gute Audioanlage nutzen.

In der kommenden Woche beginnt die Einführungswoche der Hochschule mit einem großen Programm. Dann wird sich auch das Kino den Studierenden vorstellen. Am 30. September starten die Vorlesungen.

 
 

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