Zwei Schulen wachsen zusammen

Die  Hauptschule Jürgens Hof. Nach den Herbstferien 2013 ziehen hier Horsthauser Grundschüler ein.
Die Hauptschule Jürgens Hof. Nach den Herbstferien 2013 ziehen hier Horsthauser Grundschüler ein.
Foto: WAZ FotoPool

Herne.  Aus zwei Grundschulen wird in Horsthausen eine. Noch ein Jahr, dann werden am Jürgens Hof die Hauptschüler aus- und die Grundschüler einziehen. Näheres über den Stand der Vereinigung erfuhren jetzt die Eltern, die nach den Herbstferien ihre (im nächsten Jahr) schulpflichtigen Kinder anmelden müssen. Für die erkrankte Schulleiterin der Regenbogenschule hatte die Konrektorin Ursula Bennink ins Elterncafé eingeladen, die Schulleiterin der Langforthstraße Elke Kock assistierte. Und auch ein Vertreter der Schulverwaltung war da, Klaus Hartmann.

Gemeinsame Einschulung 2013

Die Erstklässler 2013 werden die ersten sein, die gemeinsam in eine Klasse gehen, egal ob sie im Feldherrenviertel wohnen oder südlich der Autobahn. Anmeldungen werden noch in beiden Grundschulen entgegen genommen, die Schuleingangsdiagnostik übernimmt dann vor Weihnachten die Schule Langforthstraße. Dort findet auch nach den Sommerferien die Einschulung statt. „Damit die Kinder aus der Regenbogenschule ihren Schulweg schon kennenlernen.“ Denn die Langforthstraße ist nicht weit vom Jürgens Hof entfernt.

Unterrichtet wird dort aber nur, bis die Hauptschule fertig ist. „Da muss noch vieles umgeräumt, umgebaut und angestrichen werden. Das wird bis nach den Herbstferien 2013 dauern.“ Die Lehrer würden aber nicht mehr gewechselt.

Schulen nehmen alles mit

Die Lehrerinnen wie Klaus Hartmann unterstrichen gegenüber den Eltern die Vorteile der Zusammenlegung. Jede Schule bringe mit, was sie baulich und im Schulprogramm habe, vom Schulgarten über Klettergeräte bis zur Bewegungsbaustelle oder Leseförderung. Zusätzlich übernehme die neue Grundschule eine Turnhalle, eine Schulküche, einen Werkraum und eine große Aula. Auch in punkto Schulwegsicherung (die WAZ berichtete) habe sich schon einiges getan, z.B. sei unter einer Brücke eine Beleuchtung installiert.

Sanitäranlagen angepasst

Die Sanitäranlagen werden an die Bedürfnisse kleinerer Kinder angepasst: tiefere Waschbecken, buntere Farben, neue Toiletten. Das meiste ist schon passiert. Das Mobiliar zieht dann mit den Schülern um. Einen Schulbus werde es dagegen nicht geben, musste Elke Kock von der langforthstraße eine Mutter enttäuschen. Dafür seien die Wege zu kurz.

Bei aller Einsicht in die Notwendigkeiten sieht Kock persönlich der Fusion doch auch mit gemischten Gefühlen entgegen. „Beides sind Schulen mit Tradition“, sagt sie. Es werde wohl etwas dauern, bis man das Gelände als „neue Heimat“ empfinde. Klaus Hartmann (Schulverwaltung) legt Horsthauser Eltern die neue Schule ans Herz. „Die Kinder sollen da zur Schule gehen, wo sie wohnen und spielen.“

Im Elterncafé der Regenbogenschule findet am 4. Oktober, 19.30 Uhr, ein Infoabend zum Thema statt.

 
 

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