Zurbrüggen – der Chef zieht Bilanz

Jonas Erlenkämper
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Gut eine Woche ist es her, dass der Unnaer Möbelriese Zurbrüggen eine Filiale an der Holsterhauser Straße in Herne eröffnet hat. Geschäftsführer Christian Zurbrüggen zog gegenüber der WAZ eine erste Bilanz.

Herne. Geschäftsführer Christian Zurbrüggen (46) über . . .

. . .die Kunden

„Absolut zufrieden“ zeigt sich der Chef mit der Besucherfrequenz in den ersten Tagen. Sicher habe nicht jeder, der da war, auch was gekauft – viele seien erst einmal zum Schauen und wegen der besonderen Aktionen gekommen. Trotzdem sagt Zurbrüggen: „Wir sind sehr zuversichtlich, was die Zukunft angeht.“ Die Werbeoffensive habe sich offenbar bezahlt gemacht. In den Tagen und Wochen vor der Eröffnung hatte das Unternehmen Anzeigen geschaltet, Prospekte verteilt und nach dem Zufallsprinzip tausende Herner und Bochumer zu Vorab-Eröffnungen eingeladen. „Das hat gewirkt.“ Genauso wie die Preisstrategie, die Sonderangebote und Schnäppchen. Etwa 10 000 bis 15 000 Besucher seien seitdem pro Tag zum Regenkamp gekommen, schätzt Zurbrüggen. Die Kunden kommen vor allem aus Herne, Bochum, Castrop-Rauxel und Recklinghausen.

. . .die Mitarbeiter

Zurbrüggen geizt nicht mit Lob: Ein „Riesenkompliment“ wolle er ihnen aussprechen. Vor allem die ersten Tage seien ziemlich anstrengend gewesen, „ein Marathon“. Rund 250 Männer und Frauen haben in dem neuen Haus Arbeit gefunden. Sie wurden vorab „sehr intensiv“ geschult und auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet. Das Unternehmen will nun analysieren, was gut geklappt hat und wo es Optimierungsbedarf gibt.

. . . die Parkplatznot

Als das Haus den Betrieb aufnahm, gab es mehrere Beschwerden von Anwohnern: Mitarbeiter parkten ihre Autos im Bereich Walter-Bälz-Straße, Regenkamp und Gräffstraße, wo es deswegen große Parkplatzprobleme gegeben hat. Doch seine Leute seien angewiesen worden, so Zurbrüggen, nicht in den umliegenden Wohnstraßen zu parken. Um die 130 Angestellte hielten sich während der Öffnungszeiten im Geschäft auf – und die müssten ihre Wagen irgendwo abstellen. Das Unternehmen hat zunächst u.a. mit der nicht weit entfernt ansässigen Chemiefirma Sasol eine Vereinbarung getroffen, so dass die Möbelhaus-Mitarbeiter deren Parkplätze nutzen dürften. Allerdings räumt der Geschäftsführer ein: „Wir haben das nicht hundertprozentig unter Kontrolle.“ Nun sollen die Beschäftigten hinter dem Möbelhaus parken. Zurbrüggen verspricht im Hinblick auf den Anwohner-Ärger: „Das wird kein Dauerzustand sein.“