Wrestler boten unterhaltsame Show in Herne

Wrestling-Kämpfer, hier aus den Teams „Chaos und Körperverletzung“ sowie „British Young Bloods“, unterhielten ihr Publikum bei Pizza Toni im Gysenberg.
Wrestling-Kämpfer, hier aus den Teams „Chaos und Körperverletzung“ sowie „British Young Bloods“, unterhielten ihr Publikum bei Pizza Toni im Gysenberg.
Foto: FUNKE Foto Services
Wrestler gaben sich im Gysenberg ihr Stelldichein. Die Zuschauer erlebten eine Mischung aus Drama, Action, Schauspiel und Sport.

Herne..  Im Veranstaltungssaal von Pizza Toni im Gysenberg hat am Samstagabend die „Wrestle-Mania“ stattgefunden. Das Original, die „WWE Wrestle-Mania“, ist nichts Geringeres als die größte Wrestling-Veranstaltung der Welt, die jährlich an die 100 000 Zuschauer in die amerikanischen Arenen lockt. So groß war die Veranstaltung in Herne nicht, aber dennoch bot die German Wrestling Federation aus Berlin eine unterhaltsame Show.

Wrestling – das ist Drama, Action, Schauspiel und Sport. Die Halle war ausverkauft und schon zu Beginn die Stimmung sehr gut. Die Zuschauer taten ihre Meinung lautstark kund. Ringsprecher Ingo Vollenberg fragte, wer zum ersten Mal beim Wrestling sei. Zwei Jungs in der ersten Reihe etwa hoben aufgeregt den Arm. Man sah: Es war eine bunte Mischung aus alteingesessenen Fans und Neulingen. Im ersten Kampf des Abends stand die GFW-Berlin-Meisterschaft auf dem Spiel. Der böse Bube war in diesem Fall „Cash Money Erkan“. Der zwei Meter große Hüne betrat die Arena mit seinem Manager „High Jakka“, der dem Publikum einheizte. Sein Gegner und Titelverteidiger: „Orlando Silver“. Er kam mit Maske hereinspaziert. Masken haben eine große Tradition in Mexiko, und Silver ehrte diesem Wrestling-Stil. Während Erkan vor allem seine Kraft und Stärke einsetzte, kam Silver – wie es sich für mexikanisches Wrestling gehört – über die Schnelligkeit und Sprungkraft. So beförderte er Erkan aus dem Ring oder sprang gleich aus ihm heraus, über die Seile hinweg, auf seinen Gegner. Großer Applaus, die Halle tobte und skandierte Silvers Namen.

„Tag Team-Match“ wurde geboten

Nun versuchte der Titelträger die Schultern seines Gegners drei Sekunden auf der Matte zu halten um den Sieg zu holen. Der Ringrichter zählte: Eins – zwei – … und Erkan riss die Schultern nach oben. Die beiden Jungs in der ersten Reihe rauften sich die Haare, so knapp war es. Es dauerte jedoch nicht mehr lange, dann konnte die Halle jubeln: Publikumsliebling und weiterhin GWF-Berlin-Champion Orlando Silver holte sich den Sieg.

Geboten wurde auch ein „Tag Team-Match“ – heißt: zwei gegen zwei. Die „British Young Bloods“ etwa traten gegen die Champions „Chaos & Körperverletzung“ an. Die Briten überzeugten die Zuschauer mit waghalsigen Manövern, sie stellten ihre beeindruckende Athletik zur Schau. Sie konnten am Ende auch den Sieg davontragen, jedoch nur durch Disqualifikation der Gegner: Koray vom gegnerischen Team konnte die Mätzchen der Briten offenbar nicht mehr ertragen – und zimmerte ihnen den Titelgürtel über den Kopf. Die Folge: Buh-Rufe.

„Wrestling ist die perfekte Mischung aus Sport und Unterhaltung“, erzählte Sebastian (28), der regelmäßig zum Wrestling im Ruhrgebiet geht. „Das Anfeuern, Ausbuhen, Schreien und Feiern – das macht einfach Spaß. Wrestling soll Spaß machen“, ergänzte sein Kumpel Felix (27).

Und das machte es auch am Samstagabend am Gysenberg.

 
 

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