Wittener Wiesenviertel als Vision für Kreativquartier Wanne

Diskussionsrunde im KHaus: v.l. Klaus-Dieter Gülck, Philip Assauer, Evelyn Stober, Stefanie Rogg.
Diskussionsrunde im KHaus: v.l. Klaus-Dieter Gülck, Philip Assauer, Evelyn Stober, Stefanie Rogg.
Foto: FUNKE Foto Services
Das KHaus lud zur Diskussionsrunde ein: Wie können der Einzelne und das Viertel von einem Kreativ-Ort profitieren?

Herne.  Wie kann jeder einzelne, das Viertel und die ganze Stadt von einem Kreativ-Ort wie dem KHaus profitieren? Diese Frage warf am Mittwoch eine Diskussionsrunde im ehemaligen Wanner Karstadt-Haus auf. Antworten hatte Philip Assauer. Der Vertreter des Wittener „Wiesenviertels“ berichtete den staunenden Zuhörern, was seine Initiative innerhalb weniger Jahre am Rande der Wittener Innenstadt bewegt hatte.

Ausgehend vom „Stellwerk“, einem Verein von Fotografen, Grafikern, Künstlern und Kulturmanagern, hat sich dort ein Kreativquartier entwickelt, in dem nicht nur gefeiert wird, sondern wo sich auch ein Kulturcafé, ein Co-Working-Space oder ein Geschäft mit Leihkleidern angesiedelt haben, wo man zusammen gärtnert und junge Eltern die Betreuung ihrer Kinder organisieren. Dadurch sei das Quartier auch als Wohnviertel interessant geworden, berichtete Assauer.

Betreut wird Witten wie auch Wanne von Stefanie Rogg (european centre for creative economy), die auch im KHaus gute Ansätze sieht, wie den hohen Jugendfaktor im Umfeld und den Umgang mit junger urbaner Kunst. Aber: „Der Prozess braucht seine Zeit.“ „Wenn nicht in Wanne, wo dann?“, meinten auch andere.

Kulturbüro-Leiter Klaus-Dieter Gülck fühlte sich beim Wiesenviertel an das Programm „Soziale Stadt“ erinnert. Brückenschläge wie in Horsthausen und Bickern könnten auch in Wanne gelingen, etwa zum Sozialkaufhaus gegenüber oder zur „Stadtkirche“. Assauers Vortrag begreife er als „Hoffnungsvision“. Tatsächlich tritt das KHaus durch die schwierige Kommunikation mit der Eigentümergesellschaft immer noch auf der Stelle, die Vertragsverhandlungen ziehen sich. Initiator Zekai Fenerci forderte mehrfach, jemand müsse „die Verantwortung übernehmen, das heißt: Geld in die Hand nehmen“.

Bedauert wurde allseits, dass keine Geschäftsleute aus dem Umfeld anwesend waren.

 
 

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