Wenn parkende Autos in Herne zum Problem werden

In der Jauerstraße gibt es kaum  freie Parkplätze für Anwohner.
In der Jauerstraße gibt es kaum freie Parkplätze für Anwohner.
Foto: Bodemer /Archiv
  • Polizei informiert über Probleme mit dem sogenannten ruhenden Verkehr
  • Wie sich Beteiligte bei Schäden am parkenen Auto verhalten sollen
  • Wo Anhänger abgestellt werden dürfen

Herne..  Auch parkende Autos können im Straßenverkehr zum Problem werden, wenn zum Beispiel Einfahrten oder Autos zugeparkt werden. Vor allem an den Herner Kliniken kommt es oft zu solchen Situationen, weil kostenlose Parkplätze rar sind und dadurch Nebenstraßen als Ausweichparkplätze genutzt werden. Welche Möglichkeiten Autofahrer haben, Parkprobleme zu beseitigen, erklärt Polizeihauptkommissar Hans-Peter Müller, als Leiter des Verkehrskommissariats unter anderem für Herne zuständig.

Parken und Halten

„Derjenige, der sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt laut Straßenverkehrsordnung“, erklärt der Polizist. Und das ist überall dort erlaubt, wo es nicht durch Verkehrszeichen verboten ist. Das Parken auf Gehwegen sei grundsätzlich untersagt, solange es kein Schild erlaubt, wie beispielsweise das blaue quadratische Schild mit dem seitlich parkenden Auto. „Das Verkehrszeichen zeigt an, wie die Fahrzeuge zu parken sind, zum Beispiel halbseitiges Parken, oder Komplettparken auf dem Seitensteifen. Die Pfeile darunter zeigen an, in welcher Richtung man parken darf“, erklärt Hans-Peter Müller. Hierbei sei zu beachten, dass hier nur der rechte Gehweg in Fahrtrichtung, bei Einbahnstraßen der rechte und der linke Gehweg zu benutzen sei.

Parken in Wohngebieten

In reinen Wohngebieten, Erholungsgebieten, Kur- und Klinikgebieten dürfen Kraftfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von mehr als 7,5 Tonnen - also meist Lkws - an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr nicht parken. Ausnahme seien Linienbusse oder besonders gekennzeichnete Parkplätze.

Ein abgestellter Anhänger darf im öffentlichen Verkehrsraum nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Dieses gilt jedoch nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.

Zugeparkt

Ärgerlich wird es, wenn man so zugeparkt wird, dass man aus eigener Kraft nicht mehr hinausfahren kann. Autofahrer sollten dann verhältnismäßig lange warten, ob der andere Halter zum Fahrzeug zurückkehrt. Ist dies nicht der Fall, müsse man als Autofahrer abwägen, ob es sich lohnt, einen Abschleppdienst zu rufen, oder ein Taxi zu bestellen. Die Kosten, so die Polizei, könnten dann in einer Privatklage dem anderen Halter in Rechnung gestellt werden. In solchen Fällen rät der Polizeihauptkommissar aber die Polizei zu informieren, um die Lage zu klären und den Fall fachmännisch aufzunehmen.

„Gleiches gilt, wenn ein geparktes Fahrzeug beschädigt worden ist und der Verursacher sich entfernt hat“, sagt Müller. Hier besteht der mögliche Verdacht einer Verkehrsunfallflucht, die als Straftat gelte. Grundsätzlich rät der Polizist aber: „Parken Sie mit so viel Abstand, der nötig ist, damit Sie alleine wieder aus der Lücke kommen. Denn im Zweifelsfall kann keiner nachweisen, wer wen zugeparkt hat.“

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