Weiterbildungsverbund für Ärzte gegründet

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Herne.. Neun Herner und Wanne-Eickeler Hausärzte, Vertreter von drei Krankenhäusern und die Ruhr-Universität Bochum gründeten am Mittwoch einen Weiterbildungsverbund.

Angehenden Allgemeinmedizinern soll damit eine engmaschige aufeinander abgestimmte Facharztausbildung aus einem Guss angeboten werden (die WAZ berichtete). „Ob im Ärztenetz, im Qualitätszirkel, im Frauennetzwerk oder auch in Zusammenarbeit mit der Uni Bochum - unsere Kooperation ist schon seit Jahren sehr, sehr gut“, ergänzte Dr. Veit. Und das soll nun auch dem dringend benötigten Hausarztnachwuchs zugute kommen.

Zwar sei das Ruhrgebiet, so Dr. Schulte von der zuständigen Ärztekammer Westfalen-Lippe, mit Hausärzten noch nicht unterversorgt wie das westliche Münsterland oder das Sauerland, aber das Durchschnittsalter der Herner Allgemeinmediziner spreche eine deutliche Sprache: Es liegt bei 55 Jahren, 25 Prozent von ihnen hat schon die 60 überschritten. Von Weiterbildungsverbünden wie dem Herner erhoffe sich die Ärztekammer wieder steigendes Interesse am Beruf des Hausarztes, das in den vergangenen Jahren besorgniserregend abgenommen habe: Gerade einmal 95 Ärzte legten 2010 ihre Facharztprüfung zum Allgemeinmediziner ab, so Dr. Schulte. Das decke den Bedarf bei der Grundversorgung bei Weitem nicht.

Von dem Herner Weiterbildungsverbund - es gibt im Bereich Westfalen-Lippe insgesamt inzwischen 37 Zusammenschlüsse dieser Art - erfahren die angehenden Hausärzte schon an der Universität. Weitere Informationsquellen sind die Ärztekammer oder auch das Herner Ärztenetz, das in Kürze auch auf seiner Homepage darauf hinweisen will. Angehende Hausärzte können in Herne nicht nur ihre fünfjährige Ausbildung nahtlos absolvieren, sondern sich auch noch zusätzlich in Palliativmedizin und Geriatrie qualifizieren.

 
 

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