WAZ-Leser zu Gast bei Radio Herne

Die Zeitungsleser durften live im Studio dabei sein, als Radiomacher
Die Zeitungsleser durften live im Studio dabei sein, als Radiomacher
Foto: FUNKE Foto Services
Der Sender öffnete seine Pforten und bot Einblicke in seine Studios. Besucher waren bei Live-Sendung dabei. Musik kommt komplett von Radio NRW.

Herne..  Mit Kopfhörern auf den Ohren steht Achim Preikschat am Mischpult. Die Schalter bedient er wie im Schlaf. Schnell wird klar: Hier ist ein Profi am Werk. „Wir fahren die ganze Technik alleine. Techniker gibt es bei uns dafür nicht“, erklärt der Moderator von Radio Herne den WAZ-Lesern, die den Sender am Berliner Platz im Rahmen der Aktion „WAZ öffnet Pforten“ besuchen.

Musikprogramm wird zugeliefert

Unsere Leser dürfen live dabei sein, als Preikschat seine Nachmittagssendung moderiert und nicht nur aktuelle Blitzer durchgibt, sondern auch den Verkehr sowie das Wetter vermeldet und Beiträge anmoderiert. Bis 18 Uhr ist Radio Herne „on air“, danach übernimmt Radio NRW mit Sitz in Oberhausen die Programmgestaltung für die lokalen Radiosender im Umkreis.

Auch das Musikprogramm wird rund um die Uhr von dort aus gesendet. „Zuhause soll es natürlich so klingen, als käme alles aus Herne“, sagt Ulrich Kohlloeffel, Vorsitzender der Veranstaltergemeinschaft von Radio Herne. Ebenso die Weltnachrichten zu jeder vollen Stunde und beispielsweise das Wetter liefert Radio NRW dem Programm zu.

Auf dem Bildschirm über dem Mischpult kann Preikschat jede vorgeplante Sendestunde einsehen. Wenn nötig, lassen sich einzelne Musiktitel verschieben oder ganz aus dem Programm nehmen. „Die Nachrichten müssen etwa pünktlich zu jeder halben Stunde beginnen“, sagt der Moderator, der seine Karriere einst beim WDR begann. Damit dies auch heute funktioniert, tauscht Preikschat einen Titel aus, bevor Kollege Stephan Knipp ins Sendestudio kommt, um die letzten lokalen Nachrichten für diesen Tag zu verlesen.

Die Redakteure arbeiten in zwei Schichten: Die Frühschicht beginnt um 5 Uhr, die Spätschicht um 10 Uhr, Letztere dauert bis Sendeschluss um 18 Uhr.

Auch einen Blick in den Technikraum dürfen die Besucher werfen und stehen vor einer riesigen Glasvitrine mit unzähligen Kabeln und Geräten. „Hier findet sich alles, was in den Redaktionsräumen nichts zu suchen hat“, weiß der Moderator. Internet- und Telefonleitungen gehören ebenso dazu wie ein Klangaufbereiter, der für einen gleichbleibenden Höreindruck sorgen und unter anderem Lautstärken-Unterschiede ausgleichen soll.

Pünktlich um 18 Uhr hängt sich das System des Herner Senders selbst auf – automatisch übernimmt Radio NRW: Feierabend für Achim Preikschat.

 

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