Vonovia soll für Mieter besser ansprechbar sein

Die Deutsche Annington heißt nach der Fusion mit der Gagfah seit einigen Tagen Vonovia und gehört nun - als erstes Wohnungsunternehmen - zum Kreis der Dax-Konzerne. Die WAZ sprach mit Tanja Falke, Rechtsassessorin beim Mieterverein, über die neue Situation.

1 Wie beurteilen Sie die neue Konstellation?

Für die Mieter wird sich dadurch wohl keine Verbesserung einstellen. Vielmehr wird das Unternehmen wohl darauf hinarbeiten, gute Gewinne zu erzielen und die Anleger zufrieden zu stellen. Da stellt sich die Frage, ob notwendige Reparaturen an und in den Häusern ausbleiben oder die Mieten erhöht werden.

2 Aber es ist doch in Herne einiges passiert. Man denke an die großen Sanierungen an der Holsterhauser Straße.

Das stimmt, es ist etwas passiert. Doch von den Wärmedämmungsmaßnahmen haben ja längst nicht alle Häuser im Herner Bestand von Vonovia profitiert. Außerdem: Mit den Dämmungen sind Mieterhöhungen von bis zu 70 Euro pro Monat einhergegangen, die Einsparungen sind aber längst nicht so groß.

3 Gibt es aktuelle Probleme mit Vonovia?

Im Moment ist Ruhe eingetreten, abgesehen von ein paar Einzelfällen. Es hat sich in der Tat gebessert. Es wäre schön, wenn das Unternehmen noch stärker und besser ansprechbar für die Mieter ist.

 
 

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