Volkshochschule und Bücherei in Herne bekommen neue Fenster

Die Fensterfront auf der Nordseite des Kulturzentrums an der Shamrockstraße.
Die Fensterfront auf der Nordseite des Kulturzentrums an der Shamrockstraße.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Fensteranlage des Kulturzentrums entspricht nicht mehr energetischen Standards. Sanierung zu 80 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung.

Herne..  Das Kulturzentrum bekommt neue Fenster. Im Rahmen des 2011 beschlossenen Stadtumbauprogramms für Herne-Mitte soll im Bereich von Stadtbibliothek und Volkshochschule die gesamte Fensteranlage modernisiert werden. Die Bausubstanz des Kulturzentrums soll auf diese Weise energetisch verbessert werden. Mit einem entsprechenden Beschlussvorschlag beschäftigt sich am kommenden Donnerstag zunächst der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung.

Fenster noch aus der Bauzeit

Hintergrund: Sämtliche Fensteranlagen des gesamten Gebäudekomplexes stammen aus der Entstehungszeit des Kulturzentrums, also aus den 1970er Jahren. Das heißt, sie sind nach den vor 40 Jahren geltenden Standards angefertigt worden und entsprechen heute bei weitem nicht mehr dem Stand der Technik. Die Rahmenkonstruktionen seien „ohne thermische Trennung der Metallbauteile“ in erheblichem Maße für die Wärmeverluste des Gebäudes verantwortlich, hat der städtische Fachbereich für Stadtentwicklung festgestellt. Die doppelverglasten Fenster entstammten der ersten Generation und hätten einen Wärmedurchgangskoeffizient weit unterhalb der damaligen Werte. Weil aber Energie teurer wird und CO2-Entstehung reduziert werden soll, ist eine Modernisierung der Fensteranlagen im Bereich Volkshochschule und Stadtbibliothek nun fällig. In bestimmten Bereichen soll zusätzlich noch ein Sonnenschutz angebracht werden. Der Anteil der Fensterfläche liegt bei etwa 50 bis 60 Prozent der Außenfläche, teilweise liegen die Anteile sogar bei fast 100 Prozent, da es an einigen Fassadenteilen raumhohe Elemente gibt.

Die Umsetzung der Maßnahme soll aus organisatorischen Gründen in mindestens drei oder vier Bauabschnitten erfolgen, in Abhängigkeit von der laufenden brandschutztechnischen Sanierung der Lüftungs- und Elektroanlagen. Büros müssen dazu leergezogen werden und wenn möglich anderswo vor Ort untergebracht werden.

Nach Berechnung des Fachbereichs fallen für den ersten und den zweiten Bauabschnitt im Jahr 2016 und 2017 jeweils 220 000 Euro plus 30 000 für Gerüst, Maler und Maurer an. Der dritte und letzte Bauabschnitt wird 2018 voraussichtlich 10 000 Eur preiswerter. Insgesamt geht man von Kosten in Höhe von 740 000 Euro aus. Sie können zu 80 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung refinanziert werden, was auf eine Fördersumme von 592 000 hinausläuft. Die ebenfalls zur Förderung beantragte Sanierung der Fenster im Bereich Stadtarchiv in Höhe von rund 40 000 Euro wurden als nicht förderfähig eingestuft. Dieser Bereich wird aus eigenen Mitteln modernisiert.

Nach einer ersten Beratung im Planungsausschuss am Donnerstag und später in der Bezirksvertretung Herne-Mitte soll der Kultur- und Bildungsausschuss die Modernisierung der Fensteranlagen beschließen.

Das Stadtumbaugebiet Herne-Mitte umfasst das Zentrum und die angrenzenden Quartiere.

Das Gebiet soll als zentraler Versorgungsbereich und Wohnstandort gestärkt werden.

Ein Paket von Maßnahmen soll über mehrere Jahre mit Hilfe von Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt werden.

 
 

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