Viehweger präsentiert sein neues Buch

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„Wäre nicht der Bauer, hätten wir kein Brot“ – so heißt Wolfgang Viehwegers neuestes Buch, das seit Samstag in den Herner Buchläden zu kaufen ist. Der Autor präsentierte es in der Mayerschen Buchhandlung.

Herne..  Der Untertitel: „Vom bäuerlichen Leben in Wanne-Eickel und Herne.“ Darin erzählt der Herner Historiker, Autor und Ex-Lehrer die Geschichte von insgesamt 60 Bauernhöfen, die sich im 19. Jahrhundert auf dem heutigen Herner Stadtgebiet befunden haben.

Den ersten Einblick in sein nunmehr bereits 18. Buch gab Wolfgang Viehweger an diesem Samstag in der Mayerschen Buchhandlung auf der Bahnhofstraße in Herne-Mitte. „Ich habe für dieses Buch über 1000 Seiten an Material angesammelt“, berichtet der 78-Jährige.Für sein 318-Seiten dickes Werk griff Viehweger teils auf Bücher aus dem Stadtarchiv, teils auf Erzählungen von Zeitzeugen, wie etwa den 92-jährigen Horst Brockhoff, zurück. Ebenso gehörten Erben der vielen Herner Bauernhöfe zu den Quellen des Historikers.

Bei der Lesung am Samstag präsentierte Viehweger zudem eine kleine Ausstellung mit Fotografien und Zeichnungen, die auch im Buch ihren Platz fanden. „Das Foto vom alten Sassenhof habe ich mir von den Erben ausgeliehen“, berichtet Viehweger.

Für das Buch-Cover nutzte der Historiker ein kontrastvolles Bild, das ein Fachwerkhaus vor dem Herner Wohnturm an der Hermann-Löns-Straße zeigt: „Das Bild ist mit Abstand das Beste – es zeigt den Kontrast zwischen Kleinstadt und Metropole“, so Wolfgang Viehweger.

Anekdoten und Geschichten

In seiner Neuerscheinung erzählt der Herner Autor unter anderem Geschichten wie die des „Hofmalers“ beim Wanne-Eickeler Bauern Beckebaum, der dort ein Zimmer mit Motiven aus Jerusalem ausschmückte, obwohl weder der Künstler noch der Bauer Jerusalem jemals gesehen hatten. „Es ist schwer, solche Geschichten zu finden, aber wenn man sie findet, sind das Glücksmomente“, bekennt Viehweger.

Dass der Denishof an der Königsgruber Straße in Röhlinghausen ehemals für große Hochzeitsfeiern genutzt wurde und auf dem ehemaligen Gelände des Bergelmannshof das heutige Herner Rathaus steht, werden wohl die wenigsten wissen. „Früher“, flachst Wolfgang Viehweger, „liefen da noch die Schweine rum“. Der Bauernhof hingegen blieb bis 1959 neben dem Rathaus bestehen.

Beim Publikum kamen die Anekdoten aus Wolfgang Viehwegers Buch bereits beim ersten Vorlesen bestens an. Bei der Lesung in der Mayerschen waren unter anderem die Erben des Hofes Röhlinghaus sowie des Hofes Beckebaum anwesend.

 
 

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