UPS liefert Pakete in Herne nun mit Lastenfahrrädern aus

Wenn ein Paketbote in Herne-Mitte klingelt, könnte nun UPS-MItarbeiter Felix Ützmann mit seinem Lastenfahrrad vor der Tür stehen. Foto:Ralph Bodemer
Wenn ein Paketbote in Herne-Mitte klingelt, könnte nun UPS-MItarbeiter Felix Ützmann mit seinem Lastenfahrrad vor der Tür stehen. Foto:Ralph Bodemer
UPS will in der Herner Innenstadt nun Pakete mit Lastenfahrrädern ausliefern. Das Ganze ist ein Pilotprojekt in NRW.

Herne.. In der Herner Innenstadt will UPS nun verstärkt Lastenfahrräder für die Auslieferung von Paketen einsetzen. Das teilten Oberbürgermeister Frank Dudda und UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari am Mittwoch im Herner Rathaus mit. Das Pilotprojekt zur umweltfreundlichen City-Logistik ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt, dann soll Bilanz gezogen werden.

Herne gehört bekanntlich zu den dicht besiedelten Städten in Deutschland. „Da gibt es Nutzungskonflikte“, sagt OB Dudda. Und meint konkret: Liefere ein UPS-Bote ein Paket ab, zwänge er sich erst mit seinem Lieferwagen durch einen „begrenzten Stadtraum“ und parke dann schon mal störend in der zweiten Reihe. Nicht zuletzt werde die Umwelt durch Abgase belastet.

Hier soll das Pilotprojekt „Nachhaltige Lieferkonzept der Herner Innenstadt“ – so der Titel – ansetzen: Der Paket-Riese UPS, der gerade sein Logistikzentrum auf Friedrich der Große für 72 Millionen Euro erweitert, mietet im City-Center auf der Bahnhofstraße ein Paket-Lager an. Von dort sollen dann zwei Paketboten mit ihren Lastenfahrrädern – ein herkömmliches und ein elektrisches – ihre Touren durch die Innenstadt starten. Auf diese Weise, sagt UPS-Projektmanager Rainer Kiehl, sollen täglich bis zu 250 Pakete an bis zu 120 Kunden auf der Bahnhofstraße und rund um die Einkaufsmeile ausgeliefert werden. Und zwar „bei Wind und Wetter“.

Projekt wurde bei einer gemeinsamen US-Reise auf den Weg gebracht

Herne, heißt es im Rathaus, sei damit die erste NRW-Kommune, die dieses alternative Zustellkonzept nutzt. Auf den Weg gebracht hatten es der OB und UPS-Chef Sportolari auf ihrer gemeinsamen US-Reise in der vergangenen Woche mit NRW-Minister Michael Groschek, bei der sie auch die UPS-Zentrale besuchten.

Das Projekt unterstreiche die Innovationskraft Hernes, sagte Dudda und es zeige einmal mehr, „dass Herne etwas kann“. Nicht zuletzt: Das Lieferkonzept passe gut zur Stadt Herne, die nun als „Innovation City“ verstärkt auf die „grüne Infrastruktur“ setze. Dass Herne bereits Erfahrung mit Lastenfahrrädern hat, ließ er nicht unerwähnt: Während eines entsprechenden Projekts testeten kürzlich sieben Gewerbetreibende Lastenräder – mit positiven Erfahrungen, wie es im Rathaus heißt.

UPS-Chef Sportolari kann sich ein weiteres Engagement vor Ort vorstellen. Sein Unternehmen betreibe nicht einfach nur ein Paketzentrum, sagte er im Rathaus, wo der Vertrag über das Pilotprojekt unterzeichnet wurde. Sondern: „Wir werden noch andere Gestaltungsmöglichkeiten finden, wo wir Gutes tun können“, kündigte er an.

 
 

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