UPS gibt Startschuss für den Ausbau seines Herner Standorts

Frank Sportolari von UPS, OB Frank Dudda, Betriebsrat Hartmut Resche, Verkehrsminister Michael Groschek, MdL Alexander Vogt und MdB Michelle Müntefering (v.l.) beim symbolischen Spatenstich für den Ausbau des UPS-Standorts.
Frank Sportolari von UPS, OB Frank Dudda, Betriebsrat Hartmut Resche, Verkehrsminister Michael Groschek, MdL Alexander Vogt und MdB Michelle Müntefering (v.l.) beim symbolischen Spatenstich für den Ausbau des UPS-Standorts.
Foto: FUNKE Foto Services
UPS hat mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für die 72 Millionen Euro teure Erweiterung des Herner Standorts gegeben.

Herne. Der eigentliche Baubeginn lässt noch ein wenig auf sich warten, doch schon gestern lud der Logistik-Konzern UPS zum offiziellen Spatenstich zur Erweiterung seines Standorts auf Friedrich der Große. Wobei Spatenstich ein großes Wort für die kleine Zeremonie ist. Auf dem bisherigen Betriebsgelände bewegten die Verantwortlichen ein wenig extra herbeigeschafften Bausand.

Doch das Projekt selbst ist sehr groß. Rund 80 Millionen Dollar (ca 72 Millionen Euro) will der Paketriese in den Ausbau investieren, der 2017 abgeschlossen sein soll. Bei voller Auslastung können durch den Ausbau bis zu 300 neue Arbeitsplätze entstehen, teilte das Unternehmen mit.

Herz des UPS-Netzwerks in Europa

„Herne ist das Herz unseres Netzwerks in Europa. Über Herne fließen Pakete aus zahlreichen Ländern“, hob Frank Sportolari, Präsident von UPS Deutschland. hervor. Diese Schlüsselposition werde mit dem Ausbau gestärkt und Kunden könnten weiterhin zuverlässig und effizient mit Zielen in Deutschland, Europa und der Welt verbunden werden.

Für Oberbürgermeister Frank Dudda zeigt die Entscheidung zu Gunsten Hernes - es gab einen Mitbewerber in den Niederlanden -, dass Herne Großprojekte wie dieses schultern kann. Und sie offenbare, dass die Stadt auch im europaweiten Rahmen wettbewerbsfähig sei. Außerdem entstünden wichtige neue Arbeitsplätze. Dudda: „Wir können Menschen eine Perspektive bieten und wollen die nötige Qualifikation frühzeitig herstellen.“

Neuer Belag an A42-Anschlussstelle

Die Stadt habe bei der Vorbereitung der Ansiedlung nicht die möglichen Probleme, wie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, aus den Augen verloren. Dudda kündigte an, dass die nahe A42-Anschlussstelle noch in diesem Jahr mit einer geräuschärmeren Fahrbahndecke versehen werde. Darüber hinaus werde man weitere Maßnahmen diskutieren. Außerdem schwebt Dudda vor, im Zuge der UPS-Erweiterung einen neuen, eine umweltverträgliche City-Logistik aufzubauen.

Für NRW-Verkehrsminister Michael Groschek ist die Erweiterung eine „gewaltige Zeichensetzung“. Herne könne auf der Straße das werden, was Duisburg seit Jahrhunderten auf dem Wasser ist: die logistische Drehscheibe in Nordrhein-Westfalen. Die Logistik sei ein Wachstumsmotor für das Land. Deshalb sei er froh, dass Dudda das Thema nicht als Last, sondern als Chance begriffen habe.

 
 

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