Timo Schubert verkauft Cranger Bögen mit Kirmesmotiven

Timo Schubert verkauft Cranger-Kirmes-Bögen aus Sperrholz.
Timo Schubert verkauft Cranger-Kirmes-Bögen aus Sperrholz.
Foto: Bodemer
Der gelernte Schreiner aus Eickel lässt sie aus Pappelsperrholz nach seinen Ideen fertigen. Ein großes und ein kleineres Modell gibt es im Internet.

Herne..  Als weihnachtliche Dekoration haben es die „Schwibbögen“ aus dem Erzgebirge inzwischen auch in die westfälischen Fenster geschafft. Aufgesetzte Lämpchen beleuchten mal Szenen aus dem Bergbau, mal christliche Motive oder eine dörfliche Idylle. Timo Schubert aus Eickel hat die Idee der Schwibbögen aufgegriffen und seine eigenen Modelle aus Pappelsperrholz entwickelt. Sie zeigen die Cranger Kirmes mit ihren typischen Attraktionen.

Um es gleich vorwegzunehmen: Timo Schubert sägt die Bögen nicht selbst mit der Laubsäge aus, auch wenn er zehn Jahre lang als Schreiner bei der Stadt gearbeitet hat, bevor er umschulte und beim Gebäudemanagement Herne (GMH) Bau- und Projektleiter wurde. Vom zeitaufwändigen Fräsen hat Timo Schubert abgelassen, und einen Laser zum detailgetreuen Ausschneiden mit Licht hat sich der 32-Jährige bisher noch nicht geleistet. „Ein ordentlicher Laser kostet 15- bis 20 000 Euro“, weiß er. Deshalb lässt er die Bögen fertigen.

Designer entwarf die Vorlage

Ein Designer hat ihm nach seinen Vorstellungen zwei Varianten entworfen, einen großen Bogen mit „Piel op no Crange“, dem „Bellevue“-Riesenrad (das dieses Jahr bekanntlich nicht kommt, was er aber damals noch nicht wissen konnte), Kettenkarussell, „Free Fall“, Besuchern und sogar dem „Fritzchen“. Integriert ist auch das Cranger Tor, das auf der zweiten, kleineren Bogen-Variante Hauptelement ist, mit der Zahl 580 im Ornament, für die 580. Auflage der Kirmes.

„Ich habe angefangen mit einem Wanne-Eickel-Bogen“, erzählt Timo Schubert. Den hat er auf dem Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum Unser Fritz verkauft, und siehe da: „Die Nachfrage war groß.“ 50 Stück hatte er mitgebracht, sie waren am Ende alle weg. Die beiden Cranger Bögen sind gerade erst auf dem Markt. Das Cranger Tor im DIN-A-4-Format lässt sich praktischerweise im Maxibrief verschicken. Das Riesenrad ist etwas größer, 50 cm breit und 34 cm hoch. Durch eine Anordnung der Elemente in zwei Reihen wirkt es sogar mehrdimensional.

„Was ich einnehme, stecke ich in das nächste Projekt“, sagt Timo Schubert. Neben dem Wanne-Eickel-Bogen hat er einen für Gelsenkirchen im Angebot, außerdem einen Ruhrpott-Bogen. Vertrieben werden die Objekte über Schuberts Internetseite, die bis zur Kirmes noch aufgehübscht werden soll. „Mein Ziel ist es, die Bögen selbst zu produzieren“, sagt Timo Schubert. Aber dafür braucht er Werkstatt, Laser und weiteres Zubehör. Vorerst ist er gespannt, wie sein Produkt läuft. Wenn es einschlägt, folgt vielleicht auf die 580 eine 581...

Wer sich für die Kirmes-Bögen aus Sperrholz interessiert, kann mit Timo Schubert über dessen Internetseite Kontakt aufnehmen: www.wohnraum-holz.de oder per Mail an wohnraum-holz@web.de.

Die großen Bögen mit dem Riesenrad sind für 49 Euro zu erwerben. Die kleineren mit dem Cranger Tor kosten 19,90 Euro. Die Ruhrpott-Bögen bietet Schubert für 39 Euro an.

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