Tierschutzjugend presst eigenen Apfelsaft

Tierschutzjugend stellt eigenen Most im Ökogarten an der Industriestraße in Herne her. Nadine, Paula, Jule, Fiona und Ditti (von links) sind eifrig bei der Arbeit - Äpfel zuerst schreddern und dann pressen.
Tierschutzjugend stellt eigenen Most im Ökogarten an der Industriestraße in Herne her. Nadine, Paula, Jule, Fiona und Ditti (von links) sind eifrig bei der Arbeit - Äpfel zuerst schreddern und dann pressen.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Die Tierschutzjugend Herne schüttelte die Äpfel aus den Bäumen der Streuobstwiese und machte sich ans Herstellen von leckerem Apfelsaft.

Herne..  „Wir versuchen Kindern Natur nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch nahe zu bringen. Die meisten glauben wirklich, dass Apfelsaft aus dem Tetrapack bei Aldi im Regal kommt“, sagt Frank Freisewinkel, Vorsitzender der Herner Tierschutzjugend, während er die bereits geernteten Äpfel schreddert. An diesem Samstag stellte die Tierschutzjugend Herne im Ökogarten an der Industriestraße Apfelsaft her und begrüßte vier Schafe, die als vierbeinige Landschaftspfleger auf der Streuobstwiese ihre Dienste leisten sollen.

In den Baumkronen der Apfelbäume haben sich fleißige Helfer versammelt. Sie rütteln und pflücken was das Zeug hält, damit die Äpfel auf die blauen Planen fallen und zu Apfelsaft verarbeitet werden können. Haben sich genug Äpfel angesammelt, wird das Obst zur nächsten Station getragen, wo die Äpfel vor dem Schreddern geviertelt werden.

„Vor 24 Jahren haben wir die Wiese übernommen, die davor als Weidefläche für Pferde genutzt wurde“, erklärt Freisewinkel. „Damals pflanzten wir 36 Obstbäume. Wir haben jedes Jahr einen sehr großen Ertrag“, so der Vorsitzende. Nach dem Schreddern füllt Gruppenleiterin Ditti Boese-Kaegler die Presse mit den Äpfeln. Die elfjährige Maria Spicka und die fünfzehnjährige Jana von der Linde sitzen mittlerweile wieder in der Apfelbaumkrone.

Ein wertvolles, natürliches Biotop

Jana von der Linde sagt: „Ich habe viel Spaß, obwohl es ganz schön anstrengend ist.“ Sie selbst habe schon bei mehreren Aktionen der Tierschutzjugend teilgenommen. Für Maria Spicka ist es hingegen das erste Mal. „Ich freue mich schon, wenn der Apfelsaft gleich fertig ist“, erklärt sie und verrät: „Danach gehen wir noch alle zusammen schwimmen. Das macht bestimmt auch viel Spaß.“

Neben dem Apfelsaft nehmen die Kinder jedoch auch noch etwas anderes mit nach Hause. Frank Freisewinkel erklärt: „Wir wollen ihnen vermitteln, dass so eine Streuobstwiese ein wertvolles, natürliches Biotop ist. Sie kann nämlich bis zu 3500 verschiedenen Tierarten einen Lebensraum bieten.“

Wofür dieser Lebensraum geschützt werden muss und warum Tierschutz überhaupt so wichtig ist, erklärt die Tierschutzjugend Herne auch während des Seminars „Warum Tierschutz“. Es findet vom 24. bis 26. Oktober auf dem Regenbogenhof in Bohmte bei Osnabrück statt. Nähere Infos unter herne@tierschutzjugend-nrw.de.

 
 

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