Theater Kohlenpott zeigt in Herne Roadmovie für Schafe

Laura Konieczny
„Mein Name ist Schaf“ mit Peter Rinderknecht feierte bereits am 14. Dezember Premiere in Zürich und wird ab dem 5. Dezember in den Herner Flottmann Hallen gezeigt.
„Mein Name ist Schaf“ mit Peter Rinderknecht feierte bereits am 14. Dezember Premiere in Zürich und wird ab dem 5. Dezember in den Herner Flottmann Hallen gezeigt.
Foto: Christian Altorfer
„Mein Name ist Schaf“ für alle ab sechs Jahren thematisiert die Identitätsfrage und das Zurechtfinden in einer fremden Welt.

Herne.  Bekannt für Kindertheaterstücke war das Theater Kohlenpott bislang nicht. Das soll sich nun ändern. Mit „Mein Name ist Schaf“ soll im Dezember erstmals auch ein Publikum ab sechs Jahren angesprochen werden. In der Stückentwicklung haben sich die Co-Autoren Peter Rinderknecht und Frank Hörner von Sophie Kassies gleichnamiger Kinderoper inspirieren lassen. Seit April dieses Jahres haben sie in Etappen an der Inszenierung gearbeitet, die am 14. November bereits in Zürich uraufgeführt wurde. Am Freitag, 5. Dezember, feiert es um 16 Uhr in den Herner Flottmann Hallen Premiere.

Die Geschichte: Ein Prinz flieht vor seinen königlichen Verpflichtungen und möchte sich in einer Schafherde verstecken. Alle bis auf ein Tier flüchten vor ihm, das von nun an „ein besonderer Jemand für den Prinzen“ ist. „Es kann also nicht mehr nur ,Schaf’ heißen, sondern braucht einen Namen“, erklärte Frank Hörner am Freitag im Pressegespräch. Das Schaf zieht also hinaus, um sich selbst, seinen Namen zu finden.

„Es geht darum, seine gewohnte Umgebung zu verlassen und Neues kennenzulernen“, sagt Gabriele Kloke vom Theater Kohlenpott. Die Situation, neu in einer fremden Welt zu sein, könnten derzeit wohl viele Menschen in der Region nachvollziehen. Und auch für Kinder im Grundschulalter sei das Verlassen der bekannten Umwelt oft ein Novum, meint Frank Hörner.

„Roadmovie für Schafe“

Im Stück, erzählt von Peter Rinderknecht, beginne ein „Roadmovie für Schafe“, lacht Hörner. Auf der Suche nach seiner Identität verlässt es das Land und betritt die Stadt. Es begegnet Wölfen und lernt: Auf städtischen Grünstreifen darf nicht genächtigt werden. Außerdem: Das Paradies gibt es wirklich – es ist ein Blumenladen. Die Reise des Schafes sei sehr absurd, fasst Hörner zusammen, doch ebenso lehrreich und höchst amüsant.

Weitere Termine: diverse Schulvorstellungen am 7., 8. und 9. Dezember sowie 7., 8. und 9. März 2016; Familienvorstellungen am 6. Dezember und 6. März 2016. Karten: 8 Euro (6 Euro erm.); Schulklassen ab zehn Personen: 5 Euro. Reservierung bei Gabriele Kloke: 0162 28 69 037 oder info@theater-kohlenpott.de. Mehr: