Technischer Defekt löste den Großbrand im Wananas aus

DerWesten
Der Brand hatte das Bad in der Nacht zu Donnerstag fast vollständig zerstört. Foto: dapd
Der Brand hatte das Bad in der Nacht zu Donnerstag fast vollständig zerstört. Foto: dapd
Die Ursache für den Großbrand im Herner Freizeitbad Wananas steht fest: Laut der Polizei in Bochum hat ein "technischer Defekt im Bereich der Theke" das Unglück ausgelöst. Brandstiftung konnten die Ermittler damit ausschließen.

Herne. Ein technischer Defekt ist die Ursache für den Großbrand im Herner Freizeitbad Wananas. Das teilte am Morgen die Polizei Bochum auf Anfrage mit. Das Feuer sei im Bereich der Theke ausgebrochen. Nähere Angaben konnten die Beamten nicht machen.

Ausschließen konnten die Ermittler allerdings, dass Brandstiftung vorliegt. Es sollen auch keine Hinweise auf einen Einbruch vorliegen. Die Ermittlungen sind damit abgeschlossen.

Millionenschaden bei Großbrand

Der Brand hatte das Bad in der Nacht zu Donnerstag fast vollständig zerstört. Wenn das Bad weiter betrieben werden solle, müsste es komplett neu aufgebaut werden, sagte ein Polizeisprecher. Auch das Dach stürzte ein.

Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand gegen Mitternacht ausbrach. Die ersten Notrufe gingen allerdings erst knapp zwei Stunden später ein. Zu diesem Zeitpunkt stand die Dachkonstruktion aus Holz bereits komplett in Flammen.

Nach Angaben der Stadt blieb nur ein Trümmerberg von dem 1994 eröffneten Spaßbad übrig. Der Wert des Gebäudes soll bei 3,5 Millionen Euro gelegen haben.

Wiederaufbau würde mindestens zwei Jahre dauern

Oberbürgermeister Horst Schiereck (SPD) sagte: "Es ist ein schmerzlicher Verlust für die Stadt und für die vielen Familien, die es für Spiel und Sport genutzt haben." Ein möglicher Wiederaufbau würde mindestens zwei Jahre dauern.

Den Feuerwehrleuten gelang es immerhin, die Chlorgas-Anlage des Schwimmbads vor den Flammen zu schützen und die 20 Gasflaschen in Sicherheit zu bringen. Es waren zwei Löschzüge der Berufs- und neun der Freiwilligen Feuerwehr mit bis zu 70 Einsatzkräften vor Ort. Menschen sind nicht verletzt worden. (kari/mit Material von dapd)